15.06.2011

 

Nur mit guter Planung:
Ein Tier aus dem Ausland

 

Wer den Urlaub im Ausland verbringt, trifft nicht selten auf streunende Hunde und abgemagerte, kranke Katzen. Sie vermehren sich mangels Kastration ungehemmt, so dass sie das Straßenbild in vielen Ländern prägen. Tierschützer vor Ort bemühen sich, das Leid der Tiere mit eigenen finanziellen Mitteln zu lindern, können der ständig wachsenden Population aber gar nicht gerecht werden.  Ganz schnell entsteht angesichts großer, trauriger Tieraugen der Wunsch, helfen zu wollen und wenigstens eine Seele zu retten. Die Einfuhr von Tieren aus dem Ausland nach Deutschland will aber wohl überlegt sein, sonst droht an der Grenze durch den Zoll ganz schnell das Aus. Gerade bei der Einfuhr von Tieren aus nicht EU-Ländern gelten bestimmte Vorschriften, die in erster Linie dem Schutz vor Einschleppung der Tollwut dienen. Bei der Rückreise aus bestimmten Ländern wird neben der Impfung, Kennzeichnung, einer tierärztlichen Untersuchung und den entsprechenden Papieren auch ein Bluttest verlangt. Oft muss das durchführende Labor von der EU zugelassen sein. Besondere Vorsicht ist bei Einfuhr exotischer Tiere und deren Erzeugnissen geboten. Sie fallen oft unter das Artenschutzgesetz. Ein Verstoß dagegen wird empfindlich geahndet.

Wichtige Informationen zur Einfuhr finden sich zum Beispiel auf http://www.zoll.de/.

TASSO-Tipp: Wer ein Tier aus dem Urlaub mitbringen möchte, sollte sich mit einer Tierschutzorganisation vor Ort in Verbindung setzen und sich beraten lassen. Schnelle, impulsive Entscheidungen schaden oftmals mehr als sie nützen. 

 

10.06.2011

Australiens Beitrag zum Klimaschutz:
Tötung von 1,2 Millionen Kamelen

 

Der Klimawandel ist ein hochaktuelles Thema. So auch in Australien. Dort hat man zur Lösung der Probleme jetzt eine Idee, die ihresgleichen sucht und Tierschützer auf die Barrikaden treiben dürfte. Weil die Kamele Methan ausstoßen (was Kühe auch tun), an Wasserstellen ihren Durst stillen und in der Vegetation Nahrung suchen, mit dem Menschen also um die gleichen Ressourcen kämpfen, sollen jetzt 1,2 Millionen Kamele getötet werden. Australien sieht die Tiere als eine "fürchterliche Bedrohung", so der zuständige Staatssekretär Marc Dreyfus.

Noch absonderlicher ist die Idee, mit dem Abschlachten der Kamele gleichzeitig CO2-Emissionszertikate zu verkaufen. Die würden pro getötetem Tier 70 australische Dollar bringen. Die Idee stammt von dem Unternehmer Timm Moore, der stolz in Spiegel Online verkündet: "Wir sind eine Nation von Erfindern und reagieren mit innovativen Lösungen auf unsere Herausforderungen. Das ist ein klassisches Beispiel dafür."

Der Gesetzesentwurf scheint die Zustimmung aller Parteien zu haben und dürfte nächste Woche verabschiedet werden. Wenn er ratifiziert wird, könnte Ende des Jahres ein riesiges Kamelabschlachten in Australien beginnen.

TASSO fordert alle Tierhalter auf, gegen das Vorhaben von Australien zu protestieren. "Es kann keine Lösung sein, Australiens hausgemachtes Problem der Vermehrung der bewusst durch die Bevölkerung im 19. Jahrhundert angesiedelten Kamele mit solchen Radikal-Maßnahmen zu begegnen", empört sich Philip McCreight von TASSO. "Zusätzlich noch Profit durch Einführung von CO2-Zertifikaten aus dem Tod der Kamele schlagen zu wollen ist ein Unding!“

Protestieren Sie mit Ihrer Stimme unter: www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Kameltotung 

 

08.06.2011

Seit 2009: Am 8. Juni  ist Tag des Meeres

 

Mit dem Tag des Meeres soll die Wichtigkeit und Bedeutung des Ökosystems Ozean für unseren Planeten ins Bewusstsein gerufen werden. Ohne die Weltmeere gäbe es kein Leben. Auch für uns Menschen nicht. Sie bedecken 70 Prozent der Erdoberfläche und sind zu einem erheblichen Teil an der Sauerstoffproduktion beteiligt. Verschmutzung durch Pestizide und Tenside, Umweltkatastrophen, Überfischung und Klimawandel sind die Hauptgefahrenquellen für  das Ökosystem Meer. Experten sind besorgt. Denn das große Sterben unter der Oberfläche geschieht unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Nach Auskunft des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) mussten in den letzen 28 Jahren mehr als 300 Meeresgebiete für tot erklärt werden. Vor allem die Überfischung bereitet den Fachkreisen Kopfzerbrechen. 90 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte werden weltweit pro Jahr konsumiert. Tendenz steigend. Das führt zwangsläufig zur Bedrohung vieler Fischarten. Jedes Jahr gelangen mehr als 6,4 Millionen Tonnen Abfälle ins Meer. Fische verenden vor allem am Plastikmüll, der aber durch den Fischkonsum auch in unsere Nahrungskette gelangt. Auch das durch die Industrie verursachte Kohlendioxid steht im Verdacht, die Meere sauer zu machen. Unlängst haben Forscher herausgefunden, dass Clownfische durch das geruchslose, aber wasserlösliche Gas taub werden. So können sie die Gefahr durch herannahende Fressfeinde nicht mehr wahrnehmen und sind eine leichte Beute.

Wer etwas für die Meere tun will, kann das Projekt "Müll im Meer geht uns alle an" von Project Blue Sea unterstützen. Weitere Infos unter:
www.projectbluesea.de

 

01.06.2011

Fehlerteufel im Newsletter

 

In unserem Newsletter zur Chippflicht hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen: Für das Datum der Tätowierung gibt es im EU-Heimtierausweis ein Feld. Probleme beim Nachweis des Tätowierungsdatums können nur dann entstehen, wenn dieses Feld nicht ausgefüllt ist. Es hätte also heißen müssen: "Allerdings wird im EU-Heimtierausweis das Datum der Tätowierung nicht immer vermerkt."

Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen und senden die korrekte Fassung des Newsletters erneut mit.

Herzliche Grüße

Ihr TASSO-Team

Ab 3. Juli gilt die Chippflicht!
Ab dann besser nicht mehr ohne verreisen

Laut EU-Verordnung müssen ab dem 3. Juli 2011 Hunde, Katzen und Frettchen bei Urlaubsreisen in die Länder der EU gechippt sein. Nach diesem Stichtag endet die Übergangsregelung, die neben dem Chip für acht Jahre auch die  Tätowierung als Kennzeichnungsmethode zugelassen hat. Die Regelung ist komplex, und nicht jeder für die Durchführung Verantwortliche wird die Feinheiten kennen. TASSO empfiehlt daher die vorsorgliche Chippung und Registrierung der Vierbeiner, wenn man Ärger an der Grenze oder im Urlaubsland aus dem Weg gehen möchte.

Für alle Tiere, die vor dem Stichtag bereits tätowiert waren, sieht die Verordnung zwar keine nachträgliche Chippflicht vor. Allerdings wird im EU-Heimtierausweis das Datum der Tätowierung nicht immer vermerkt. So wird es in dieser Situation für den Tierhalter schwierig, nachzuweisen, dass das Tier bereits vor dem 3. Juli 2011 tätowiert worden ist. Im schlimmsten Fall droht dann an der Grenze die Einreiseverweigerung.

Mehr Informationen zum Thema Chippflicht finden Sie unter www.tasso.net/Service/Tier-und-Recht/Wichtige-Gesetze

 

31.05.2011

Ab 3. Juli gilt die Chippflicht!
Ab dann besser nicht mehr ohne verreisen

 

Laut EU-Verordnung müssen ab dem 3. Juli 2011 Hunde, Katzen und Frettchen bei Urlaubsreisen in die Länder der EU gechippt sein. Nach diesem Stichtag endet die Übergangsregelung, die neben dem Chip für acht Jahre auch die  Tätowierung als Kennzeichnungsmethode zugelassen hat. Die Regelung ist komplex, und nicht jeder für die Durchführung Verantwortliche wird die Feinheiten kennen. TASSO empfiehlt daher die vorsorgliche Chippung und Registrierung der Vierbeiner, wenn man Ärger an der Grenze oder im Urlaubsland aus dem Weg gehen möchte.

Für alle Tiere, die vor dem Stichtag bereits tätowiert waren, sieht die Verordnung zwar keine nachträgliche Chippflicht vor. Allerdings wird im EU-Heimtierausweis das Datum der Tätowierung nicht vermerkt. So wird es in dieser Situation für den Tierhalter schwierig, nachzuweisen, dass das Tier bereits vor dem 3. Juli 2011 tätowiert worden ist. Im schlimmsten Fall droht dann an der Grenze die Einreiseverweigerung.

Mehr Informationen zum Thema Chippflicht finden Sie unter www.tasso.net/Service/Tier-und-Recht/Wichtige-Gesetze

 

27.05.2011

Wer gibt dem TASSO-Maskottchen ein Gesicht?

 

TASSO sucht ein Maskottchen, das in Zukunft  jung und alt für den Tierschutz begeistern soll. Wir suchen begabte Menschen, die Spaß daran haben, dieses Maskottchen ehrenamtlich für TASSO zu entwerfen. Es soll sich um einen knuffigen Sympathieträger handeln, der sowohl auf der TASSO-Internetseite als auch innerhalb der gesamten TASSO-Kommunikation erscheinen soll. Vorstellen können wir uns eine Phantasiegestalt oder ein Tier, allerdings keine Menschenfigur. Noch hat das Maskottchen keinen Namen. Wer hierzu eine Idee hat, ist auch herzlich willkommen.

Das Maskottchen soll universell einsetzbar sein, kann gezeichnet oder illustriert sein. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wir freuen uns über alle Einreichungen bis zum 15. Juli 2011. Über die End-Auswahl entscheiden dann alle Tierfreunde anhand eines Votings auf der TASSO-Internetseite.

Der Gewinner  des Wettbewerbs und sein Maskottchen  werden auf der Internetseite von TASSO vorgestellt und schließlich von mehreren tausend Tierfreunden bewundert werden.

Hier geht`s zu den Bewerbungsformularen:
www.tasso.net/Ueber-uns/TASSO-Maskottchen

 

25.05.2011

Tiere in der Fußgängerzone:
Teil des Straßenbildes oder tierschutzwidrig?

 

Sie gehören schon so zum Straßenbild, dass sie meist gar nicht mehr auffallen: Tiere in der Fußgängerzone: Der Gitarre spielende Mann, dessen Hund ruhig neben ihm schläft. Das Lama, das in der prallen Sonne auf einer Handvoll Heu stehend die Herzen der Passanten zu einer Spende öffnen soll. Die Elefanten, die durch die Fußgängerzone getrieben werden, um auf den Zirkus aufmerksam zu machen, oder die süßen, zum Schnäppchenpreis angebotenen Hundewelpen. Niedliche oder leidend aussehende Tiere in der Fussgängerzone werden oft dazu eingesetzt, Geld zu erbetteln. Wie soll man sich verhalten? Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO empfiehlt, seinem Gefühl zu vertrauen. Werden die Tiere missbraucht, um an Spenden zu kommen oder leiden die Tiere offensichtlich wegen Kälte, Hitze, schlechter Haltung oder Unterernährung, sollte ein solches Verhalten möglichst nicht noch durch eine Spende unterstützt werden.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so ausschaut, als würde das Tier gequält werden, so ist Vorsicht geboten, wie der Fall des Mischlingshundes Alex zeigt. Passanten waren Mann und Hund schon Monate zuvor in der Fußgängerzone unangenehm aufgefallen. Der Mann wollte immer nur Geld, nie Futter für den Hund. Sein Halter hatte ihn schließlich aus einer Laune heraus am Auto angebunden und 2,5 Kilometer hinterher geschliffen. Der Hund überlebte, weil der Tierschutzverein Bad Homburg sich rührend um ihn kümmert und die Arztkosten der langwierigen Behandlung übernahm.

"Alex geht es heute bestens. Der tapfere, lebensfrohe, kleine Hund hat in einer super netten Familie sein neues Leben begonnen und zum Glück keinerlei psychische Narben behalten", so Frau Dernbach vom Tierschutzverein Bad Homburg.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Tieren in der Fußgängerzone gemacht? Schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

 

20.05.2011

"Hund-Mensch-Kommunikation" -
Abendvortrag mit Dr. Dorit Feddersen-Petersen

 

Die Hunde-Akademie Perdita Lübbe Darmstadt und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. (bmt) laden alle interessierten Hundefreundinnen und Hundefreunde zu einer Abendveranstaltung mit Dr. Dorit Feddersen-Petersen am 31. Mai 2011 von 18.30 bis ca. 20.30 Uhr nach Darmstadt-Griesheim ein. Thema des Vortrages ist die "Hund-Mensch-Kommunikation".

Dr. Dorit Feddersen-Petersen ist Fachtierärztin für Verhaltenskunde und Dozentin am Institut für Haustierkunde der Universität Kiel. Sie zählt zu den renommiertesten Verhaltensforscherinnen in Deutschland und ist einem breiten Fachpublikum durch zahlreiche Publikationen bekannt. In ihrem Abendvortrag schildert sie u. a. die Entstehungsgeschichte der Haushunde und ihrer Domestikation und erläutert, wie sich die Mensch-Hund-Beziehung im Laufe der Zeit gewandelt hat. Darüber hinaus werden in dem Vortrag aktuelle Ergebnisse und laufende Untersuchungen zum Ausdrucksverhalten und zur Kommunikation vorgestellt, insbesondere die Hypertrophie des Lautäußerungsverhaltens und mimische Analogien etlicher Hunde für soziale Kontaktaufnahme.

Die Teilnahmegebühr beträgt 19,- Euro. Nähere Informationen finden Sie unter: www.tierheim-elisabethenhof.de

Anmeldungen bitte an:
Hunde-Akademie Perdita Lübbe Darmstadt
Goethestraße 27
64347 Griesheim
Tel: 06155 - 4434
Mobil: 0171 - 4212969
Fax: 06155 - 667144
info@hundeakademie.de

 

17.05.2011

TASSO sucht tierische Therapeuten:
Welche Therapien mit Tieren gibt es in Deutschland?

 

Dass Tiere einen positiven Einfluss auf Menschen haben können, ist lange bekannt. Manche sind darin besonders gut, zum Beispiel Therapiehunde und -pferde. Schon von Natur aus sehen sie in uns einen überaus liebenswerten Partner, spezielle Ausbildungen machen sie zu wertvollen Assistenten von Medizinern und Psychologen. Therapietiere bringen bisher stumme Kinder zum Sprechen, vertreiben Depressionen und geben neuen Lebensmut. Solche Erfahrungsberichte sucht TASSO. "Uns interessieren Geschichten, die das innige emotionale Verhältnis zwischen Tieren und Menschen mit Handicap schildern", sagt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. "Tierschutz ist für uns mehr als Hilfe in der Not, er sollte das harmonische Zusammenleben von Mensch und Tier insgesamt berücksichtigen." Als beispielhaft nennt McCreight die Initiativen der Non-Profit-Organisation Beschützer-Instinkte (www.beschuetzer-instinkte.com). Der im März 2010 von der TV-Moderatorin Sonja Zietlow gegründete Verein widmet sich auch der Therapie durch Hunde. Kindern mit seelischer, körperlicher oder geistiger Behinderung wird dabei mit oft erstaunlichen Ergebnissen geholfen. Wie der 14-jährigen Violetta, die als Frühgeburt zur Welt kam, an Epilepsie, spastischen Lähmungen und einer Hüftluxation leidet. Sobald Therapiehund Bruno in ihre Nähe kommt, blüht Violette förmlich auf. Sie habe schon viel gelernt durch die Therapie und könne mittlerweile den Arm eigenständig heben und dem Hund ein Leckerli geben, erzählt Sonja Zietlow.

Wer ähnlich positive Erfahrungen mit Therapietieren gemacht oder selbst ein erfolgreiches Konzept entwickelt hat, kann eine kurze Beschreibung und Fotos an TASSO senden. Auf der Homepage steht unter www.tasso.net/Service/Wissensportal/Tiertherapie dazu ein entsprechendes Formular zur Verfügung.

 

13.05.2011

Kein gesundes Stück Lebenskraft:
Unser täglich Fleisch

 

Die Zahlen schwanken, weil kein Mensch die immensen Zahlen an geschlachteten und verzehrten Tieren wirklich zählen kann. Hochrechnungen gehen von einem jährlichen "Verbrauch" von 3,5 Millionen Rindern, 56 Millionen Schweinen, 59 Millionen Hühnern, 7,5 Millionen Puten und 21 Millionen Mastkaninchen in Deutschland aus. Keine Frage, dass diese Massen an Tieren nicht mehr unter natürlichen Bedingungen aufwachsen und artgerecht leben dürfen. Die stetig steigende Nachfrage sowie die Preissensibilität der Verbraucher haben dazu geführt, dass das Fleisch auf unserem Teller zum überwiegenden Teil aus Mastanlagen kommt. Aktuellen Prognosen zufolge soll sich der Fleischkonsum bis 2050 sogar noch verdoppeln.

Masthühner schlüpfen mit einem Gewicht von 42 Gramm und legen innerhalb von nur 40 Tagen das 60fache an Gewicht zu. Darunter leiden Knochen, Sehnen und Bänder sowie der Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System der Tiere. Damit sich die auf engstem Raum gehaltenen Tiere nicht selbst verletzen, wird ihnen meist ohne Betäubung und medizinische Versorgung der Schnabel gekürzt.

Mit unserem häufig minderwertigen Fleisch sind wir nicht davor gefeit, dioxinhaltige, technische Fette, Antibiotika und Masthilfsmittel, Adrenalin und Cortisol zu essen, das die Tiere permanent wegen der Schmerzen und der Angst im Blut haben, und das sich in den Muskeln absetzt. Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, sollte zu Biofleisch greifen.

Lesen Sie, was Tierfreunde in Deutschland zum Fleischkonsum sagen: www.tasso.net/Tierschutz/Umfrage/Fleischverzicht

 

06.05.2011

Vorsicht bei Reisen nach Dänemark:
Regeln für die Einreise mit dem Hund

 

Am 1. Juli 2010 wurde die Liste der verbotenen Hunde in Dänemark erweitert. Die neuen Regeln gelten auch für Touristen, die ihre Tiere nach Dänemark einführen. Haltung, Zucht und Einfuhr von folgenden 13 Hunderassen sind in Dänemark verboten, wenn sie nach dem 17. März 2010 angeschafft wurden:

1) Pitbull Terrier
2) Tosa Inu
3) Amerikanischer Staffordshire Terrier
4) Fila Brasileiro
5) Dogo Argentino
6) Amerikanische Bulldogge
7) Boerboel
8) Kangal
9) Zentralasiatischer Ovtcharka
10) Kaukasischer Ovtcharka
11) Südrussischer Ovtcharka
12) Tornjak
13) Sarplaninac

Hintergrund des Verbots ist, dass die oben genannten Hunderassen als gefährlich eingestuft werden. Das Verbot gilt auch für Kreuzungen der betreffenden Hunderassen. Es obliegt dem Halter des Hundes, die Rasse oder den Typ zu dokumentieren, ebenso den Zeitpunkt der Anschaffung.

Es gilt folgende Übergangsregelung für Personen, die Hunde der betreffenden Rassen vor dem 17. März 2010 angeschafft haben: Die Hunde können weiterhin nach Dänemark mitgebracht werden, aber sie müssen auf Straßen, Wegen, Fußwegen und Plätzen an einer maximal 2 m langen Leine geführt werden. Der Hund muss auch einen sicher verschlossenen Maulkorb tragen. Diese Übergangsordnung gilt jedoch nicht für Pitbull Terrier und Tosa Inu, da diese bereits vor Inkrafttreten der neuen Regeln verboten waren.

Alle anderen Hunde sind in Dänemark erlaubt.

Weiterhin sind alle Hundebesitzer seit dem 1. Juli 2010 verpflichtet, für eine Kennzeichnung und Registrierung des Hundes zu sorgen, bevor dieser 8 Wochen alt ist.

Sollte ein Hund (egal welcher Rasse) eine Person angreifen, andere erhebliche Schäden verursachen oder, falls es andere Gründe zu vermuten gibt, dass der Hund für die Umgebung gefährlich ist, kann die Polizei Leinenpflicht, Maulkorb oder beides anordnen sowie über eine Einschläferung des Tieres entscheiden.

Für alle Hunde gelten in Dänemark folgende Bestimmungen: An den Stränden besteht vom 1. April bis 30. September die Pflicht, den Hund an der Leine zu führen. In Wäldern besteht ganzjährig die Pflicht, den Hund an der Leine zu führen. (Quelle: Dänisches Außenministerium)

 

02.05.2011

Aktion Tiergesundheit:
20 Euro Zuschuss für eine tierärztliche Untersuchung im Mai

 

Haustiere sind ihren Besitzern lieb und teuer. Laut Erhebungen des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe Deutschland geben die Deutschen für ihre Tiere über 3,7 Milliarden Euro pro Jahr aus. Tendenz steigend. Vor allem Premiumfutter wurde 2010 verstärkt nachgefragt. Wenn es um die Tiere geht, ist den Deutschen Qualität offensichtlich wichtig. Nur an einem wird gespart: an der Gesundheitsvorsorge. 8 Millionen Katzen und 5 Millionen Hunde leben in Deutschland. Bei weitem nicht alle sehen den Tierarzt zur Vorsorge.

Daher hat der Tiernahrungshersteller Hill's gemeinsam mit dem Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) die "Aktion Tiergesundheit" ins Leben gerufen. Im Aktionszeitraum Mai wird die Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt mit 15.000 Gutscheinen à 20 Euro bezuschusst. Der Gutschein kann unter www.aktiontiergesundheit.de runtergeladen und ausgedruckt werden. Nach der tierärztlichen Untersuchung einfach vom Tierarzt abstempeln lassen und an Hill's schicken.

"Tierschutz hat im weitesten Sinn auch etwas mit Tiergesundheit zu tun!", freut sich Philip McCreight von TASSO über diese Initiative. "Die Gesundheitsvorsorge unserer Haustiere ist leider ein oft vernachlässigtes Thema, obwohl sie wie bei uns Menschen wichtig ist."

 

27.04.2011

TASSO hautnah:
Auf diesen Veranstaltungen finden Sie uns

 

Sie möchten die Arbeit von TASSO näher kennenlernen? Mit unseren Kollegen ein persönliches Gespräch führen? Fragen rund um die Registrierung und den Tierschutz stellen? Dann besuchen Sie uns doch an unserem Stand: Entweder zum

 "Tag zur Abschaffung der Tierversuche"
am 30. April 2011 in Hamburg. Ab 10:00 Uhr finden Sie uns am Gerhart-Hauptmann-Platz. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Veranstalters: www.aerzte-gegen-tierversuche.de

 Oder Sie kommen nach Dortmund in die Westfalenhalle zur Messe

"Hund & Heimtier mit Europasieger-Ausstellung".
Eine Veranstaltung des "Verbandes für das Deutsche Hundewesen". Hier haben wir unseren Stand vom 6. bis 8. Mai 2011. Dieses Jahr wird am Sonntag, den 8. Mai, exklusiv die TASSO-Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries am Stand sein.

Wir freuen uns auf Sie!

 

15.04.2011

Auf und davon: Was sind die beliebtesten Reiseziele
der Deutschen mit den Vierbeinern?

 

Die kommenden Feiertage über Ostern laden geradezu zu einem Kurzurlaub – oder natürlich auch langem Urlaub – ein. Wohin verreist ein Tierfreund am liebsten mit dem Tier? Gibt es Geheimtipps? Gibt es Erfahrungen, wie die Tiere die Fahrt besser durchhalten? Wie tierfreundlich sind die jeweiligen Urlaubs-Länder? Wie kommen die Vierbeiner schneller mit der Hitze klar? Darf man alles füttern? Wird der Tierarzt vorab um Rat gefragt?

TASSO interessiert sich für Ihren Urlaub mit dem Tier. Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen, die wir gerne für alle Tierfreunde auf unserer Internetseite veröffentlichen werden. Außerdem freuen wir uns über ein Bild unter dem Motto "So relaxt mein Vierbeiner im Urlaub". Eine Auswahl dieser Bilder werden wir in unserer Bildergalerie auf  http://www.tasso.net/Tierschutz/Umfrage veröffentlichen.

 

12.04.2011

Hunde nicht im geschlossenen Auto zurück lassen!
Aktion „Hund im Backofen“ läuft auch diesen Sommer

 

Sommer, Sonne und Wärme. Worauf wir uns seit Wochen freuen, ist für unsere Tiere nicht immer angenehm. 20 Grad Celsius und zehn Minuten im Auto ohne Luftzufuhr können bereits ausreichen, das Innere eines Autos so erhitzen, dass der Hund darin  in akute Lebensgefahr kommt. Auch der immer wieder genannte „Fensterspalt“ reicht keinesfalls aus. So hatte vor einiger Zeit der Besucher eines Freizeitparks seine drei Hunde bei sommerlichen Temperaturen und nur leicht geöffneten Fenstern im Auto auf dem Parkplatz zurückgelassen. Als er zurückkam, waren alle drei Tiere qualvoll verendet. Dies ist nur ein Beispiel von unzähligen Fällen, in denen Hunde aufgrund von Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit ihrer Halter sterben müssen. 

Da Hunde bekanntermaßen nicht schwitzen, versuchen sie, ihren Wärmehaushalt über Hecheln auszugleichen. Der so entstehende Flüssigkeitsverlust muss durch Trinken ausgeglichen werden. Kaum ein Tier, das im Auto auf Herrchen oder Frauchen wartet, hat dazu jedoch die Gelegenheit. So kommt es zur Hyperthermie, zur Überhitzung des Hundekörpers, die im schlimmsten Fall den Tod zur Folge haben kann.

Was können Sie tun? Sehen Sie einen Hund im Auto, der apathisch ist, taumelt, die Zunge weit herausgestreckt hat oder sonstige Erschöpfungszeichen zeigt, handeln Sie! Suchen Sie den Besitzer des Autos, verständigen Sie die Polizei und retten Sie als letzte Konsequenz den Hund aus dem Auto.

Auch dieses Jahr möchte TASSO e.V. auf die Gefahr eines im Sommer im Auto eingeschlossenen Hundes aufmerksam machen. Die 2009 gestartete Aktion "Hund im Backofen" geht deshalb auch 2011 weiter.

Bisher haben fast 16.000 Tierfreunde weit über eine Million Informationskarten zum Verteilen angefordert. Helfen auch Sie, Hunde vor dem Tod zu retten, indem Sie andere Menschen über die Aktion "Hund im Backofen" informieren.

Hier können Sie unser kostenloses Informationsmaterial bestellen: http://www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Hund-im-Backofen

 

08.04.2011

Sind Tiere die besseren Therapeuten?
Bemerkenswertes Gefängnis-Projekt

 

Im  Pollsmoor-Gefängnis in Südafrika, in dem die gefährlichsten Verbrecher Südafrikas sitzen, gibt es seit 1997 ein Projekt, das Kriminelle sanftmütig stimmen soll. Dank des Einsatzes von Vögeln. Viele Schwerkriminelle, die an dem begehrten, nur 12 Plätze umfassenden Projekt in ihrem Gefängnis teilnehmen dürfen, sind wie verwandelt. Die Vögel bringen Wärme in den sonst so trostlosen Gefängnisalltag. Bei den Insassen stellt sich ein Gefühl des "Gebrauchtwerdens" ein.
Die ausgewählten Häftlinge kümmern sich in einem Extra-Gebäudeflügel um die Tiere. Wer in das Projekt aufgenommen wird, darf keiner Bande angehören, nicht rauchen und keine Drogen nehmen. Sogar Fluchen ist tabu. Dafür darf er die 6,25 Quadratmeter große Zelle allein bewohnen, statt sie wie sonst mit zwei anderen teilen zu müssen. Für die Vogelbabies kommen ein beheizter Brutkasten und ein Käfig in die Zelle.

Das Projekt trägt sich selbst
Jedes Küken wird täglich gewogen, das Gewicht notiert. In manchen Fällen steht alle zwei Stunden eine Fütterung an, bis die Papageien alt genug sind. Dann werden sie für bis zu 153,- Euro an Vogelliebhaber verkauft. Das Projekt finanziert sich selbst. Aus den Verkaufserlösen werden neue Küken angeschafft, ein Teil geht an die Häftlinge. Manchmal erhalten die Gefängnisinsassen per Post Lob von den neuen Vogel-Besitzern - für die Männer eine ganz neue Erfahrung.

 

05.04.2011

Übergangsfrist für Tätowierung läuft aus -
Ab 3. Juli 2011 besser mit Chip über die Grenze

 

Wer ab dem 3. Juli 2011 mit seinem Hund, seiner Katze oder seinem Frettchen ein EU-Land besuchen will, muss nicht nur für vorgeschriebene Impfungen gesorgt haben und den EU-Heimtierausweis mit sich führen; das Tier sollte dann auch gechipt sein.

2003 hatte das Europäische Parlament mit der Verordnung 998/2003 die eindeutige Kennzeichnung von Haustieren beim Grenzübertritt verlangt. Die bisher gültige, achtjährige Übergangsfrist für die Tätowierung als Alternative zum Chip bei Reisen in die Länder der EU läuft am 3. Juli 2011 ab. Ab diesem Zeitpunkt muss jedes nach diesem Zeitpunkt geborene Tier beim Grenzübertritt gechippt sein. Für Tiere, die bereits tätowiert sind, gilt keine nachträgliche Chippflicht. 

TASSO e.V. empfiehlt allerdings dringend, sich nicht auf die neuen Bestimmungen zu verlassen, sondern das Tier zu chippen. Den wenigsten Beamten dürften die Feinheiten der Bestimmung geläufig sein.

 

01.04.2011

Katze hinter schwedischen Gardinen -
Mimis Abenteuer als Ausreißerin

 

Manche Geschichten unserer vierbeinigen Freunde sind wirklich unglaublich, doch sie passieren. So auch die Geschichte der Katzendame Mimi, die zum Glück ein Happy End hat. Als Freigängerin verbringt Mimi die Nächte oft draußen und wartet dann morgens an der Terrassentür auf Einlass. An einem Augustmorgen des vergangenen Jahres blieb es vor der Tür jedoch leer. Wo Mimi fast ein halbes Jahr gesteckt hat, lesen Sie auf...

www.tasso.net/Vermisst-Gefunden/Erfolgsstories/Mimi--Katze-hinter-schwedischen-Gardinen

 

23.03.2011

NEIN zur Fristverlängerung für Kosmetik-Tierversuche!

 

Geplant war, dass es ab 2013 in der EU keine an Tieren getestete Kosmetik mehr gibt. Dies wurde in der 7. Änderung der Kosmetik-Richtlinie beschlossen. Jetzt will die Europäische Kommission diesen Termin verschieben. Das bedeutet den Tod für tausende Kaninchen, Ratten, Meerschweinchen und Mäuse.

Seit 2004 sind Tierversuche für Kosmetika und seit 2009 der Verkauf von an Tieren getesteten Kosmetik-Rohstoffen und Endprodukten verboten. Mit dem Verkaufsverbot soll verhindert werden, dass Firmen ihre Tierversuche einfach in Drittländern vornehmen und dann die Produkte in die EU einführen.

Für einige Ausnahmefälle durften  Tierversuche außerhalb der EU durchgeführt und die so getesteten Produkte noch bis März 2013 in der EU verkauft werden. Die EU-Kommission will diesen Termin nun um mindestens 10 Jahre verschieben. 10 Jahre Tests an vielen unschuldigen Tieren.

Bitte stimmen Sie auf der Seite www.aerzte-gegen-tierversuche.de gegen diese geplante Fristverlängerung und für das Leben! Auf der Seite der „Ärzte gegen Tierversuche“ können Sie sich auch ausführlich zu den Hintergründen des Protestes informieren. 

 

18.03.2011

Das tut Hunden und Katzen gar nicht gut -
TASSO e.V. gibt Tipps für verantwortungsvolle Tierhalter

 

Hattersheim, 04.03.2011 (profact) – Ob etwas für den tierischen Organismus schädlich ist, hängt – wie beim Menschen - vielfach von der Menge ab. So gelten Zwiebeln und Knoblauch durch die enthaltenen Schwefelverbindungen zwar als antibakteriell, doch N-Propyldisulfid und Allylpropylsulfid sind für Hunde giftig. „Schon eine mittelgroße Zwiebel oder eine Knoblauchknolle können eine Zerstörung der roten Blutkörperchen in Gang setzen und einen kleinen Hund ernsthaft schädigen, bis hin zum Nierenversagen“, warnt Dr. med. vet. Anette Fach, Tierärztin im hessischen Oberursel. Ähnlich sieht es bei den so harmlos erscheinenden Weintrauben und Rosinen aus. Das US-amerikanische „Animal Poisons Control Center“ (ASPCA) und das britische Institut „Veterinary Poisons Information“ haben  herausgefunden, dass bei einem 20 Kilo schweren Hund rund 232 Gramm Trauben zu Vergiftungserscheinungen führen. Nach Angaben der britischen Wissenschaftler könnte der Verzehr von etwa 14 Gramm Rosinen pro Kilo Körpergewicht einen Hund töten. Das wäre bei einem 20 Kilo schweren Hund etwas mehr als ein halbes Pfund.

Nicht weniger gefährlich für die Vierbeiner ist das Theobromin in Schokolade, hier sind sogar schon Todesfälle bekannt geworden. „Die giftige Dosis liegt bei kleinen Hunden wie Yorkshire-Terriern bereits bei einer Tafel Zartbitterschokolade“, erklärt Dr. Fach. Unbedingt zu verhindern sei der Verzehr von rohem Schweinefleisch. Das könne den Aujeszky-Virus enthalten, eine Infektion ende fast immer tödlich.

Katzen sind im Vergleich zu Hunden bekanntlich deutlich wählerischer, was ihr Fressen angeht. Schon der Hauch eines für sie unangenehmen Geruchs kann sie vom Fressnapf vertreiben. Dennoch gelten für sie die gleichen Gefahrenquellen wie für Hunde. Zwiebeln und Knoblauch sind auch für Katzen gefährlich, ebenso Schokolade, Weintrauben, Rosinen und rohes Schweinefleisch. Aufgrund ihres in der Regel geringeren Körpergewichts sind Katzen gegenüber Hunden deutlich gefährdeter bei der Verwendung ätherischer Öle. Das oft gepriesene Teebaumöl beispielsweise ist für Katzen das reinste Gift. Denn im Gegensatz zu Hunden lecken Katzen regelmäßig ihr Fell. Wurde Teebaumöl zum Beispiel zur Bekämpfung von Parasiten aufgetragen, gelangt es so in den Verdauungstrakt der Katze und kann dort zum Tode führen. Gefährlich sind auch Insektizide, die beispielsweise unverschlossen im Keller oder in der Garage aufbewahrt werden. Neugierige Katzen könnten bei ihren Streifzügen daran lecken und sich vergiften. Aber selbst im Haus lauern Gefahren, zum Beispiel Desinfektionsmittel in Bad und Toilette. Verantwortungsvolle Tierhalter sollten aber nicht nur verhindern, dass ihr Tier mit giftigen Stoffen in Berührung kommt, sondern auch ein wachsames Auge auf ihren Liebling haben: Viele Vergiftungen zeigen sich an Symptomen wie Durchfall, Erbrechen, Müdigkeit oder Lethargie. Dann heißt es, sofort zum Tierarzt und die Möglichkeit einer Vergiftung abklären lassen!

 

15.03.2011

Etappensieg in Rumänien:
Kurzfristiges Moratorium der Tötung erreicht –
Danke an alle, die geholfen haben

 

Am  7. März sollten die Abgeordneten vom rumänischen Oberhaus über den Gesetzesentwurf zur Tötung von Straßenhunden befinden. Aufgrund des großen Protestes vieler Tierfreunde aus dem In- und Ausland wurde der Entwurf zwar besprochen aber nicht beschlossen. Mit 70 Ja-Stimmen zu 37 Nein-Stimmen und bei 5 Enthaltungen wurde die Gesetzesvorlage an die Fachkommission zur Überarbeitung zurückgeschickt. Diese hat nun 3 Wochen Zeit. "Zeit, die wir Tierschützer jetzt unbedingt nutzen müssen", sind sich Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., und seine Mitstreiter vom Bund gegen Missbrauch der Tiere, ETN und Vier Pfoten sicher.

Auch die Fernsehauftritte und Proteste von Prinzessin Maja von Hohenzollern vor Ort haben in Rumänien mediales Echo gefunden. Ebenso will sich die Europäische Union einschalten, um das Massaker zu verhindern.

Philip McCreight dankt allen engagierten Tierfreunden für diesen kurzfristigen tollen Protest für die Straßenhunde. "Wir wissen, dass wir uns auf die Menschen, die unsere Tierschutzarbeit über den Newsletter und andere Medien verfolgen, immer verlassen können."

 

05.03.2011

In nur 72 Stunden könnten die Straßenhunde Rumäniens
kein Recht mehr auf Leben haben:

Wir brauchen jetzt den Protest aller Tierfreunde!

 

"Ihr braucht gar kein Futter mehr zu schicken, ab Dienstag werden hier ohnehin alle Hunde getötet". Das waren die völlig resignierten Worte einer befreundeten rumänischen Tierschützerin in einem kleinen rumänischen Ort, als sie von dem Vorhaben der Regierung erfuhr, das Töten der Hunde wieder zu legalisieren.

In vielen Städten des Landes kämpfen der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), der ETN, Vier Pfoten und TASSO seit Jahren für die Straßenhunde. Soll jetzt alles umsonst gewesen sein?

Die Fakten:
Am Montag, den 7. März 2011, wird ein neuer Gesetzentwurf zu Streunerhunden im Plenum des rumänischen Parlaments in Bukarest beraten. Am Dienstag wird darüber abgestimmt. Das Ziel der Regierung ist es, das seit 2 Jahren bestehende Tötungsverbot für Straßenhunde wieder aufzuheben. Die jahrelangen Bemühungen von Hunderten von Freiwilligen, Organisationen und die ersten sichtbaren Fortschritte im Tierschutz in diesem Land würden damit mit einem Schlag zunichte gemacht.

Die Hintergründe:
Die Europäische Union hat sich eindeutig für Tiere als fühlende Lebewesen bekannt. Gemäß Artikel 13 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) gilt ein allgemeines Handlungsprinzip auch für die Mitgliedsstaaten.

Die derzeitig geltende Rechtslage in Rumänien verbietet das Töten gesunder Tiere! Sie fördert den Ansatz des “catch, neuter and release” (Fangen, Kastrieren und Wiederfreilassen). Eine Methode, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Tollwutkontrolle entwickelt wurde. Diese ist nicht nur die einzige ethisch akzeptierte europäische Methode, die dem Prinzip der verantwortlichen Haltung von Tieren folgt, sondern sie entspricht inzwischen auch wissenschaftlich dem neuesten Stand der Forschung zu nachhaltigen Lösungsstrategien gegen die Überbevölkerung von Hunden in Europa.

Das Schicksal der Hunde:
Wenn das Vorhaben der Regierung, alle Straßenhunde gnadenlos umzubringen, nächste Woche tatsächlich realisiert wird, wird Rumänien einen großen Rückschritt an Menschlichkeit erleben. Grausamkeit und Brutalität gegen streunende Tiere und unermessliches Leid im gesamten Land werden dann an der Tagesordnung sein.

Die Städte und Kommunen erhalten mit dem neuen Gesetz von der Regierung einen Freibrief zur sofortigen Tötung aller Hunde in den städtischen Tierheimen und zur Jagd mit organisierten Brigaden auf alle Straßenhunde.

Das Schicksal hunderttausender unschuldiger Hunde wird von einer einzigen Person und dessen persönlicher Sichtweise abhängen, dem Bürgermeister. Diese Entscheidung über Leben und Tod würde zudem nicht kontrolliert, weder was den Inhalt der jeweiligen Regelung betrifft noch den Vollzug.

Tierschutzorganisationen wurden im Gesetzesvorschlag eher als hinderlich denn als hilfreich bewertet.
 
Rumänien braucht dringend Rechtssicherheit und ein Gesetz, um die Situation der Straβenhunde im humanen Sinne zu regeln. Der vorliegende Gesetzentwurf darf daher im Interesse der Tiere und der rumänischen und europäischen Bürger am Dienstag nicht das Plenum im rumänischen Parlament passieren.

Bitte protestieren Sie mit uns! Hier finden Sie einen Musterbrief zum Faxen oder Mailen:

www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Strassenhunde

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04.03.2011

Die zwei Leben des Katers Sam: überfahren, eingeäschert, im Roten Meer verstreut – sechs Monate später taucht er in Schweden wieder auf

 

Hattersheim, 21.02.2011 (profact) – Es sollte ein schöner Abschied werden: Tamara El Bezi hatte Kater Sam vor sechs Jahren im ägyptischen Hurghada auf der Straße aufgelesen und großgezogen. Dann war der rot getigerte Gefährte in Schweden wohl überfahren worden. Die 32-jährige Studentin aus Korb in Baden-Württemberg hatte ihn dorthin vor einem Jahr zu einem Auslandssemester mitgenommen. Sie ließ den Kater einäschern, reiste mit der Urne nach Ägypten und streute die Asche ins Rote Meer. „Ich brachte ihn dahin zurück, wo er hergekommen war“, sagt El Bezi. Im Februar 2011 dann der Anruf von TASSO: "Wir haben Ihren Kater in Schweden gefunden, Irrtum ausgeschlossen!" 

Das war geschehen: Anfang 2010 reiste Tamara El Bezi mit Kater Sam nach Stockholm. Sie hatte sich dort für ein pädagogisches Praxissemester angemeldet. Wenige Monate nach Einzug der beiden in eine Wohngemeinschaft kam Sam nicht mehr von einem seiner Ausflüge zurück. "Der Kater ist gechipt und bei TASSO registriert“, erzählt die Studentin. „Wir machten uns also große Hoffnungen, dass er bald gefunden wird, zumal TASSO ja mit internationalen Tierregistern zusammenarbeitet." Doch alles Suchen half nichts, Sam blieb verschwunden. Bis sich jemand meldete, der den Unfalltod von Sam gesehen haben wollte. "Ich bin dann zur Tierklinik, wo überfahrene Tiere sozusagen zwischengelagert werden", sagt El Bezi. "Man hat mir eine Katze gezeigt, und ich habe sofort Sam erkannt. Den Chip scannen konnte man nicht, der war offenbar beim Unfall zerstört worden."

Abschied am Roten Meer
Tamara El Bezi ließ die überfahrene Katze einäschern, nahm die Urne mit in die Stockholmer Wohnung. Am Ende des Semesters – Anfang August 2010 – ging’s zunächst ins heimische Korb, dann nach Ägypten. „Ich hatte in Hurghada Sam winzigklein auf der Straße entdeckt und ihn aufgepäppelt. In den sechs Jahren danach ist er mir so ans Herz gewachsen, dass ich ihm einen würdevollen Abschied am Ort seiner Geburt einfach schuldig war.“ Die Studentin fuhr an den Strand, nahm ein Boot und streute die Asche draußen ins Rote Meer. Dann reiste sie schweren Herzens zurück nach Deutschland.

Im Februar 2011 kam der Anruf von TASSO. Die Tierschutzorganisation, die Europas größtes Haustierregister betreibt, war von einem schwedischen Register informiert worden, erzählt El Bezi. "Eine verwilderte Katze mit einer deutschen Chip-Nummer  ist einem Tierarzt aufgefallen, der hat dann das schwedische Register kontaktiert. Er nannte dort die Adresse desjenigen, der die Katze im Winter regelmäßig gefüttert hatte und sie nun wegen einer Erkältung behandeln ließ. Das Merkwürdige: Die Nummer war genau die, unter der Sam bei TASSO registriert war." Die Tierschutzorganisation teilte der Studentin die Kontaktdaten des Mannes in Stockholm mit. "Ich rief sofort an und buchte einen Flug", berichtet die 32-Jährige. "Und was soll ich sagen: Die Katze, die uns dann in der Stockholmer Wohnung entgegen kam, war tatsächlich mein Sam. Er hat mich auch sofort erkannt." 

Inzwischen hat sich Sam in seiner deutschen Heimat wieder eingelebt und sein altes Revier erneut in Besitz genommen. Tamara El Bezi: "Neun Monate lang habe ich um Sam getrauert, man kann sich gar nicht vorstellen, was ich jetzt fühle, er ist ja sozusagen von den Toten auferstanden. Ein merkwürdiges Gefühl bleibt aber: Schließlich habe ich in Ägypten die Asche einer Katze ins Meer gestreut, die ich nie lebend gesehen habe …" 

 

03.03.2011

Alle haben ein schönes Zuhause verdient:
www.shelta.net - das neue Online-Tierheim von TASSO

 

Mischlingshund Rex verlor sein Zuhause, weil sein Herrchen verstorben war. Katzendame Grisu kam ins Tierheim, nachdem man sie streunend in einem Einkaufszentrum gefunden hatte. Dies sind nur zwei Beispiele aus den über 1.000 Vermittlungstieren, die von Tierheimen und Tierschutzorganisationen bis jetzt  in unserem neuen Online-Tierheim shelta eingestellt wurden.

Sie möchten gern einem Tier ein neues Zuhause geben oder unser kostenloses Portal  für die Vermittlung und Suche von Tierheimtieren kennen lernen? Dann freuen wir uns auf Ihren Besuch bei www.shelta.net. Suchen Sie einfach und präzise nach Tierart, Tiereigenschaften und Aufenthaltsort und erfahren Sie die individuelle Geschichte des Tieres. Bei Interesse können Sie direkt die für das Tier verantwortliche Tierschutzorganisation kontaktieren oder eine Anfrage senden.

TASSO arbeitet seit jeher intensiv und freundschaftlich mit Tierheimen und Tierschutzorganisationen in- und außerhalb Deutschlands zusammen. "Das Online-Tierheim shelta ist für mich eine Herzensangelegenheit, weil wir damit den Tierheimen immens bei der Vermittlung ihrer Tiere helfen können", betont Heike Engelhart, die bei TASSO für shelta federführend verantwortlich ist.

Bitte verteilen Sie diesen Newsletter an Freunde und Bekannte, in den gängigen Social-Media-Netzwerken und den Tierschutzverteilern. Dadurch tragen Sie mit uns dazu bei, dass kein Tier unnötig lange auf sein neues Zuhause warten muss.

 

25.02.2011

Erste niederländische Tier-Polizisten nehmen Dienst auf -
Was halten Sie von einer deutschen Tier-Polizei?

 

In den Niederlanden sind seit kurzem die ersten Tier-Polizisten im Einsatz. So meldete die Deutsche Presseagentur, dass zukünftig insgesamt 500 Beamte ausschließlich Tiermisshandlungen auf den Grund gehen sollen. Eine Notrufnummer mit passendem Werbespruch gibt es für die Streifenwagen der neuen Polizisten auch: „Een, een, vier – red een dier“. Auf Deutsch: "114, rette ein Tier“. Ausgestattet sind die Beamten mit Pfefferspray und Schlagstock.

Die „Dierenpolitie“ kommt jedoch nicht bei jedem gut an: Niederländische Tierschutzorganisationen kritisieren, dass diese Maßnahme bei der tierlieben niederländischen Bevölkerung zwar sicherlich auf große Zustimmung stieße, das eigentliche Problem jedoch nicht der Mangel an Kontrolle sondern die zu niedrigen Strafmaße und Kapazitäten der Gerichte bei Tierquälerprozessen seien. Trotz dieses Problems sieht der Leiter der Tierschutzorganisation TASSO, Philip McCreight, keinen Grund für eine generelle Ablehnung der Tier-Polizei. Er würde sich über eine deutsche Variante freuen: „Durch den Einsatz einer Tier-Polizei könnte man Missständen viel schneller nachgehen. Bislang sind die direkten Eingriffsmöglichkeiten beispielsweise bei Tierquälerei durch zu viel Bürokratie sehr begrenzt und die Wege lang. Spezielle Tier-Polizisten würden hier sicherlich eine schnellere Hilfe ermöglichen."

Ganz neu ist die Idee der Tier-Polizisten in Europa nicht. Auch in England setzen sich schon seit Jahren Inspektoren der „Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals“ gegen Tier-Misshandlungen ein.

TASSO-Umfrage: Sind Sie für die Einführung einer Tier-Polizei in Deutschland? Hier geht es zu unserer Umfrage: www.tasso.net/Tierschutz/Umfrage

 

22.02.2011

Erstes wissenschaftliches Hunde-Symposium
des BHV in Potsdam vom 26. bis 27. Februar 2011

 

Unter dem Motto „Wissenschaft trifft Praxis“ ruft der Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben: Das erste wissenschaftliche Symposium in Potsdam bietet Tierärzten, Hundetrainern und der breiten Basis aller Hundefreunde eine Plattform zum Austausch. Namhafte Experten aus Wissenschaft, Forschung und Praxis haben ihre Teilnahme zugesagt (Auswahl):

Frau Dr. Angela Bartels, Fachbereich Tierschutz und Tierverhaltenskunde
Thema: Schilddrüse und Verhalten beim Hund

Frau Dr. Juliane Kaminski, Fachbereich Psychologie und
Kognitionsforschung beim Hund, Max Planck Institut für Evolutionäre Anthropologie
Thema: Die Kognition des Haushundes

Herr Prof. Dr. Kurt Kotrschal, Ethologe, Verhaltensbiologe, Leiter der Konrad Lorenz Forschungsstelle für Ethologie
Thema: Vom Wolf zum Hund

Frau Dr. Anna Sophie Müller, Leiterin der HYPO Hundeschule
Thema: Der Hypo-Hund (Diabetiker-Warnhund)

Ort der Veranstaltung: Seminaris Seehotel Potsdam
Termin: 26. und 27. Februar 2011

Auch TASSO ist bei dem Symposium in Potsdam mit einem Stand vertreten. "Ein tiefes Verständnis für das Verhalten des Hundes ist ganz im Sinne des Tierschutzes. Leider erleben wir fast täglich, dass es zwischen Mensch und Hund noch immer zu grundlegenden Missverständnissen kommt, weil wir die Sprache der Hunde nicht verstehen", so Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO e.V. "Hier leistet das Symposium bestimmt einen wertvollen Beitrag."

Anmeldung für Aussteller und Fragen bitte an Frau Sabine Silea sabine.silea@bhv-net.de

 

15.02.2011

Nepal neue Drehscheibe für Schmuggel

 

Tierschmuggler und Wilderer kennen bekanntlich keine Skrupel, wenn es um das schnelle Geld mit dem Wildtierhandel geht. Inzwischen sind auch Nationalparks nicht mehr vor Wilderern sicher. So beklagt der nepalesische, zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Chitwan Nationalpark am Fuße des Himalaya zunehmend mehr ermordete und verstümmelte Tiere in seinem Park. Wegen der günstigen geographischen Lage zum Hauptabnehmerland China wird Nepal zunehmend zur Drehscheibe für den Schmuggel und zum Paradies für Wilderer. Der zu erzielende Profit lockt: So lassen sich nach Einschätzungen von Experten für ein Tigerfell auf dem internationalen Schwarzmarkt mehr als 7.000 Euro erzielen, für ein Rhinozeros-Horn werden fast 10.000 Euro gezahlt. Mit den Tierteilen werden Möbel und Waffen verziert oder Aphrodisiaka hergestellt.

Aber auch Urlauber sind schuld an der Misere. Im Jahre 2008 wurden über 21.000 Gegenstände, hergestellt aus geschützten Tieren oder Pflanzen, vom deutschen Zoll sichergestellt. Krokotasche, Koralle, Kaviar, Schildkröten oder Orchideen als Urlaubsmitbringsel können teuer werden. Bis zu 5.000 Euro Bußgeld drohen für die Einfuhr.

 

11.02.2011

Aktuelle politische Situation verschlimmert das Leid
der Tiere in Ägypten

 

Die Unruhen in Ägypten und die damit ausbleibenden Touristen verschlechtern die ohnehin schon schlimme Situation der meisten Tiere dort noch mehr: Wie dpa und n-tv melden, lassen die Touristenführer ihre Tiere verhungern, da sie keine Einnahmen mehr haben und somit auch kein Geld für Futter da ist. Ein Fotograf berichtet von verendeten Pferden bei den Pyramiden von Gizeh. Hier tragen die Pferde oder Kamele sonst die Touristen zu den Sehenswürdigkeiten.

Was wie einen spaßiger Urlaubsausflug scheint, ist aber in Wirklichkeit ohnehin meistens Tierquälerei: Die Pferde stehen nachts zusammengepfercht in engen Ställen und am Tag, wenn sie auf die Touristen warten, stehen sie immer gesattelt bereit. Darunter haben viele der Tiere offene Druckstellen, oder sie leiden unter irreparablen Sehnenschäden bedingt durch übermäßigen Einsatz, so dass ihnen das Tragen von Personen große Schmerzen bereitet. Auch vielen der Tiere, die nicht direkt den Touristen als Transportmittel dienen, geht es schlecht. So werden beispielsweise Esel als Arbeitstiere mit viel zu schweren Gewichten beladen, ständig grundlos geschlagen und katastrophal versorgt. Von den zahlreichen Straßentieren in Ägypten einmal ganz abgesehen. Durch das politische Chaos in Ägypten hat sich die Lage für all diese Tiere nun noch einmal dramatisch verschlechtert.

 

08.02.2011

„Wühltischwelpen – nein Danke!“
Das haben wir dank Ihrer Hilfe 2010 erreicht.
Die ersten Ergebnisse der Aktion

 

Ein Hund zum Schleuderpreis von ein paar Euros, egal wie es dem erst wenige Wochen alten, von der Mutter getrennten Tier dabei geht: Das war der Anlass zu der Ende 2009 von TASSO, ETN und bmt gestarteten Kampagne "Wühltischwelpen – nein Danke!". Die Profitgier der Händler steht hier an erster Stelle. Die Gesundheit und das Wohlergehen des Tieres spielen keine Rolle. Bereits 2010 hat die Kampagne erste Früchte getragen. Die Presse hatte großes Interesse an Berichterstattungen: Insgesamt wurde fast jede Woche ein Artikel über die Wühltischwelpen publiziert, und auch in mehreren Fernsehsendern wurde teils mit versteckter Kamera das bis dahin verschwiegene Thema öffentlich gemacht. Fast 400 Betroffene haben sich auf www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Wuhltischwelpen gemeldet und ihre Erfahrungsberichte eingestellt, Tausende Menschen haben bei TASSO Informationsmaterial angefordert. Im Sommer 2010 organisierten die drei o. g. Tierschutzorganisationen die erste Demonstration gegen einen der größten Welpenhändler in Deutschland. Über 100 Menschen hatten sich für einen Aufmarsch zusammengefunden, um ihren Unmut zu bekunden. Viele fühlten sich von dem Welpenhändler betrogen. 
Im Herbst erfolgte dann das erste deutschlandweite Treffen Betroffener. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und Ideen entwickelt, wie man möglichst flächendeckend aufklären kann. Um die Politik zum Handeln aufzufordern, wurde eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht. Über 32.000 Stimmen konnten dank der Hilfe von Tierfreunden gesammelt werden. Noch hat der Petitionsausschuss nicht darüber entschieden, ob man der Forderung der Tierschutzorganisationen, den gewerblichen Handel zu verbieten, nachkommen wird. Wir sind gespannt und werden auch 2011 für die Rechte der Tiere kämpfen. Dabei hoffen wir auch auf Ihre Unterstützung.

 

04.02.2011

 

„8hours“ – Kampagne zur Beendigung langer Tiertransporte
Bitte mitmachen!

 

Jedes Jahr werden Millionen Tiere quer durch Europa transportiert. Schweine sterben an Hitze und Kälte, Pferde brechen völlig erschöpft zusammen, Schafe verdursten. Das größte Problem ist die Dauer der Transporte. Die derzeitige Gesetzgebung erlaubt Transporte von mehreren Tagen über mehrere tausend Kilometer. Tiere werden aus den unterschiedlichsten Gründen über die ganze Welt transportiert. So müssen Kälber von Deutschland nach Spanien 25 Stunden durchhalten, Schafe auf dem Weg von Spanien nach Griechenland 3 Tage, Pferde von Weißrussland nach Sardinien 5 Tage, und der Bullentransport von Deutschland in den Libanon dauert sogar bis zu 8 Tagen. (Quelle: Animals' Angels).

Viele Tierschutzvereine fordern schon seit Jahren eine zeitliche Begrenzung von Tiertransporten und eine bessere Versorgung der Tiere auf dem Transport. Animals' Angels hat jetzt die Kampagne „8hours“ ins Leben gerufen, um die maximale Transportdauer von 8 Stunden zu stärken.

Machen Sie mit: Fordern Sie eine maximale Dauer von Tiertransporten von 8 Stunden! Auf www.8hours.eu können Sie die Petition „8hours“ unterstützen und erfahren mehr zum Thema.

 

01.02.2011

Ministerin Aigner will Brandzeichen abschaffen

 

Der seit Jahren gängige Heißbrand (Schenkelbrand) zur Kennzeichnung von Pferden ist mit größten Schmerzen für die Pferde verbunden: 800 Grad brennen für einige Sekunden auf der Haut der Tiere und verursachen Verbrennungen bis dritten Grades.  Das sei, so Agrarministerin Aigner, die sich in letzter Zeit herber Kritik aus der Öffentlichkeit gegenüber sah, nicht mehr zeitgemäß.

Der Bundesrat hatte die Regierung bereits im vergangenen Jahr aufgefordert, den Schenkelbrand zu verbieten. Die Ministerin will sich jetzt für die Abschaffung dieser barbarischen Kennzeichnung einsetzen. Warum man so viele Jahre wider besseren Wissens an dieser tierschutzwidrigen Methode festhielt, liegt auf der Hand: "Ein Brandzeichen ist ein Statussymbol. Damit lässt sich für Insider sofort der Besitzer eines Tieres erkennen. In einigen Fällen sind die Brandzeichen gleichzeitig das Familienwappen. Dieses Privileg geht manchen Züchtern über den Tierschutz", so Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO. Das Vorhaben, den Heißbrand abzuschaffen, ist sehr zu begrüßen.

 

28.01.2011

Neu: TASSO Mitglied bei Europetnet

 

Seit Januar 2011 ist TASSO nun auch Mitglied bei Europetnet (EPN). Der europäische Dachverband der Tierregister mit Sitz in Brüssel, dem mittlerweile 53 Tierregister in Europa angeschlossen sind, ermöglicht in Sekundenschnelle, dass das Register gefunden wird, bei dem ein Fundtier gemeldet ist. Somit wird die Suche nach einem verlorenen und bei TASSO registrierten Tier für den Tierhalter noch effektiver. Tierheime, Tierärzte und Behörden, die EPN zur Recherche nach dem Besitzer eines verlorenen Tieres nutzen, können nun auch Tiere identifizieren, die bei TASSO registriert sind. Für Tierhalter bedeutet das eine noch größere Sicherheit bei Reisen mit dem Vierbeiner ins Ausland. Die Suche ist wie auch bei petmaxx.com, der Metasuchmaschine, der TASSO von Anfang an angeschlossen ist, denkbar einfach. Man tippt die Transpondernummer des Tieres auf www.europetnet.com ein und erhält die Information, bei welchem Register das gefundene Tier gemeldet ist. Danach wird das Register kontaktiert, und die Suche nach dem Halter beginnt. Persönliche Tier- und Halterdaten werden weder bei EPN noch bei petmaxx.com gespeichert. "Die Vernetzung der großen Tierregister ist die Zukunft der Rückvermittlung. Deswegen macht ein Beitritt bei EPN auch für TASSO durchaus Sinn", so Philip McCreight, der in EPN auch große Chancen für gemeinsame europäische Tierschutzziele sieht. "Reisen, der Umzug ins Ausland und eine immer größer werdende Mobilität der Menschen bringt es zwangsläufig mit sich, dass ein Tier auch im Ausland entläuft. Die größtmögliche Sicherheit, das Tier schnell wiederzufinden, besteht in zentralen, internetbasierten Suchmöglichkeiten, wie EPN sie mit seinen derzeit über 41 Millionen abfragbaren Transpondernummern bietet", so McCreight weiter.

 

26.01.2011

Katzenelend in Deutschland

 

Es passiert vor unserer Tür. Nur weil man sie nicht sieht, heißt das nicht, dass sie nicht da sind: Tausende herrenlose Katzen jeden Alters fristen in Deutschland ein jämmerliches, erbärmliches Dasein, gerade eben zwischen Leben und Tod. Futter, medizinische Versorgung, Zuwendung – es fehlt diesen Tieren an allem. Und dieses Elend vermehrt sich mangels Kastration viermal im Jahr.
 
Was die Straßenkatzenproblematik in Deutschland betrifft, herrschen ähnliche Zustände wie man sie von den Straßenhunden in Europa kennt. Nur, dass die Straßenkatzen Deutschlands versteckt auf Bauernhöfen, in Kellern, Hinterhöfen oder Fabrikkasernen leben. Noch.

Bei der hohen Popul­ationsdichte und der immensen Vermehrungsrate können die Tierschutzvereine das Problem auf Dauer unmöglich allein lösen. Für jede Katze, die die Tierschützer mit geringen finanziellen Mittel kastrieren, kommen jährlich mehrere Dutzend neue Katzenbabys nach. Die Politik gibt diesen freilebenden Katzen den Stempel "herrenlos" und schon ist sie nicht mehr für die Versorgung der Tiere verantwortlich.

Eine Lösung wäre wie in Paderborn eine Katzenschutzverordnung mit einer Kastrationspflicht. Noch können sich die Verantwortlichen auf Kommunal- und Landesebene zu dem Thema "Katzenkastration" nicht durchringen. Für TASSO ist allerdings ganz klar: Kastration von Straßenkatzen ist Tierschutz. Und der muss gelebt werden.

 

21.01.2011

Grauwale schon bald vom Aussterben bedroht?

 

Vor der russischen Insel Sachalin soll eine weitere, dritte Bohrplattform entstehen. Naturschützer befürchten, dass die damit verbundenen seismischen Messungen die ohnehin vom Aussterben bedrohte Grauwalpopulation enorm stören könnten.

Die in der südwestlichen Beringsee beheimatete, kleinere der beiden Grauwalpopulationen zählt nur noch zirka 130 Exemplare, davon nur 30 Weibchen. Laut Experten bestehe die Gefahr, dass die Tiere durch den Lärm der Bodenuntersuchungen vertrieben und dann an Unterernährung leiden würden. "Schon wenn nur ein paar Weibchen sterben, kann dies das Ende dieser Art bedeuten", so der WWF-Experte Alexej Knischnikow. Die flache Lagune von Sachalin sei überlebenswichtig für die Grauwale. Dort lernen die Kälber von ihren Müttern, wie sie am Meeresboden nach Nahrung suchen. Der Westpazifische Grauwal galt lange aufgrund des Walfangs als ausgestorben. Erst in den 1980er Jahren wurde er durch russische Wissenschaftler vor der Küste Sachalins wiederentdeckt.  

 

18.01.2011

Hessische Jäger töten 1.833 Katzen und 31 Hunde
Tierschützer fordern Verbot des Haustierabschusses

 

In den Jagdjahren 2008/2009 und 2009/2010 haben hessische Jäger insgesamt 1.833 Katzen und 31 Hunde getötet. Dies gab das Hessische Umweltministerium in der Antwort auf eine Landtagsanfrage (Drucksache 18/2699) der Abgeordneten Ursula Hammann (Bündnis 90/Die Grünen) bekannt.

Mike Ruckelshaus, Leiter der Landesgeschäftsstelle Hessen des Bundes gegen Missbrauch der Tiere e. V. (bmt), betont allerdings, dass dies nur die offiziellen Zahlen seien. Die Dunkelziffer liegt nach seinen Schätzungen weitaus höher. Hunde und Katzen gelten nicht als jagdbare Tiere im Sinne des hessischen Jagdrechtes, dürften aber im Rahmen des so genannten Jagdschutzes getötet werden, führt er weiter aus und hebt dabei hervor: "Diese gesetzlichen Regelungen zum Haustierabschuss sind unverhältnismäßig und gehen weit über das hinaus, was zum Schutz von Wildtieren notwendig ist." So dürften Katzen je nach Jahreszeit außerhalb einer willkürlich festgelegten Schutzzone von 500 bzw. 300 Metern bis zur nächsten Ansiedlung erschossen werden. Hunde dürften getötet werden, wenn sie im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung von Begleitpersonen Wild nachstellten, obwohl die Hessische Hundeverordnung bereits jetzt drastische Sanktionen gegen wildernde Hunde und deren Halter vorsehe, so der Tierschützer.

"Hinsichtlich des Stellenwertes, den Haustiere für ihre Besitzer einnehmen, hat sich in den vergangenen Jahren ein gesellschaftlicher Wandel vollzogen, der sich auch in der Jagdgesetzgebung niederschlagen muss", bekräftigt Ruckelshaus und fordert ein ausnahmsloses Verbot des Haustierabschusses.

Vor dem Hintergrund der 2012 anstehenden Novellierung des Hessischen Jagdgesetzes verweist Ruckelshaus auf andere Bundesländer, die schon heute dem gewandelten Verhältnis des Menschen zum Mitgeschöpf Tier und dem Staatsziel Tierschutz Rechnung tragen. So hat sich z. B. die saarländische Landesregierung aus CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, die Belange des Tierschutzes bei der Jagdgesetzgebung zu berücksichtigen und den Abschuss von Hunden und Katzen zu verbieten. Nur Hessen scheint an überholten Privilegien festzuhalten. 

 

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