30.12.2006

Tierschützer empört über Euthanasierung eines Lippenbären-Babys im Leipziger Zoo

Die Freude um zwei am 25. Dezember 2006 im Leipziger Zoo geborene Lippenbären-Babys war riesig. Sie währte jedoch nur kurz. Die beiden Bären kamen gesund zur Welt, wurden jedoch von der dreijährigen, sichtlich überforderten Mutter nicht angenommen. Alle Versuche des Zoos, bei Bärin "Renate" mittels Hormonen Muttergefühle zu wecken, scheiterten. Ein Pfleger des Zoos nahm daraufhin die Jungen zu sich nach Hause, wo sich seine scheinträchtige Hündin liebevoll um die Kleinen kümmerte. Leider kam die Hilfe für ein Baby zu spät, das nur Stunden später an den Folgen seiner Unterkühlung starb. Das zweite Bärenbaby wurde auf Anordnung des Zoo-Kurators in Absprache mit dem Zoodirektor vom zuständigen Tierarzt getötet. "Es war nicht davon auszugehen, dass die Lippenbärin ihr Junges selbst versorgen würde. Auch in der Natur ist es nicht ungewöhnlich, dass die ersten ein bis zwei Würfe nicht aufgezogen werden, da es Müttern an Erfahrung mangelt." äußerte sich der Zoodirektor zu dem bedauerlichen Ereignis. Eine Aufzucht durch Menschenhand schied nach Ansicht der Verantwortlichen aus, da eine spätere Eingliederung unter Artgenossen nahezu unmöglich sei.  

30.12.2006

Tiertransport-Kontrollen in Deutschland und Österreich nehmen zu

Nach wie vor taucht das Thema "Tiertransporte" verstärkt in den Medien auf und gewinnt dadurch in der Öffentlichkeit immer mehr an Bedeutung. Für Tierschützer ist es allerdings noch keineswegs zufrieden stellend gelöst. Und dennoch nimmt die Zahl der von der Polizei gestoppten und kontrollierten Tiertransporte kontinuierlich zu. So wurde jüngst am 27. Dezember ein aus Tschechien kommender Transporter auf der A6 bei Satteldorf von der Polizei heraus gewunken. Die Tiere waren unterversorgt und länger als 24 Stunden ohne Pause transportiert worden. Die gesetzliche Höchstdauer für Tiertransporte beträgt 14 Stunden! Ein Kalb war auf dem Transport gestorben, sodass die Polizei das zuständige Veterinäramt hinzuziehen musste. Eine Tierärztin ordnete das Entladen der Kälber an. Der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung von mehreren hundert Euro zahlen und wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt."Mag man sich auch angesichts derartiger Vorfälle wünschen, dass noch mehr für die Tiere getan wird, so darf man nicht vergessen, dass jede Kontrolle, jede Geldbuße, jede Anzeige ein zwar kleiner, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung bedeutet." erläutert Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale.

28.12.2006

Hamburger Hundegesetz: Registrierungsfrist läuft in 3 Tagen ab

In Hamburg müssen alle Hunde bis zum Ende des Jahres beim Register der Stadt gemeldet  sein. So sieht es das am 1. April 2006 in Kraft getretene Hamburger Hundegesetz vor. Die Hamburger sehen das Gesetz offensichtlich gelassen. Denn von den 38.669 Hunden der Stadt sind lediglich zirka 7.000 Hunde gemeldet. Das sind 17 % aller Hunde. Der Bezirkliche Ordnungsdienst (BOD) wird ab Januar 2007 mittels Lesegeräten kontrollieren, ob Hunde gemeldet sind oder nicht. Besitzern nicht registrierter Hunde drohen erhebliche Geldstrafen, denn ein nicht registrierter Hund stellt ab Anfang nächsten Jahres eine Ordnungswidrigkeit dar. Wie hoch die Strafen ausfallen werden, steht allerdings noch nicht fest, da der Bußgeldkatalog momentan noch erarbeitet wird. Tierärzte und Behörden forderten die Bürger erneut auf, alle Hunde in Hamburg registrieren zu lassen. "Es wäre für die Hamburger Behörden mit Sicherheit von Vorteil gewesen und hätte viel Arbeit erspart, von Anfang an mit TASSO zu kooperieren. Die Besitzer der bei uns registrierten Tiere wissen einfach um die Vorteile eines zentralen Registers. Man überzeugt Menschen eben besser mit Fakten, als mit Vorschriften." so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale.  

23.12.2007

TASSO e.V. - Bereits über 40.000 Rückvermittlungen jährlich

Ronja ist eine 16½  Jahre alte, sehr fitte, aber fast blinde Hündin. Aufgrund ihres hohen Alters ist sie manchmal leider etwas desorientiert. So kam es, dass sie Mitte Dezember 2006 unbemerkt von zu Hause weglaufen konnte, während ihr Frauchen gerade die Einkäufe aus dem Auto holte. Eine Nachbarin fand Ronja ca. einen Kilometer entfernt wieder. Auf Grund der Plakette, die Ronja trug, wusste sie sofort, dass Ronja bei TASSO registriert ist und rief noch abends in der 24-Stunden Notrufzentrale an. Innerhalb von nur einer Stunde nach Ronjas Verschwinden konnte die überglückliche Familie ihren Hund wieder in die Arme schließen. Ronja ist eines von jährlich mittlerweile über 40.000 durch TASSO zurückvermittelten Tieren. Tendenz steigend. Schon heute umfasst die Datenbank von TASSO - übrigens das größte Haustierzentralregister Europas - mehr als 3.250.000 registrierte Tiere. Über 1.250 telefonische Anfragen pro Tag unterstreichen die Wichtigkeit der Tierschutzarbeit von TASSO e.V. "Wir freuen uns, dass wir mit unserem über 50-köpfigen Team so vielen Tieren helfen können. Die Besitzer sind natürlich immer glücklich, wenn sie ihr Tier wieder haben. Unsere Arbeit entlastet darüber hinaus aber auch tagtäglich die ohnehin schon überfüllten Tierheime enorm und erspart den Tieren einen ungewollten, oft tagelangen Aufenthalt in ungewohnter Umgebung.", erklärt Philip McCreight von der TASSO-Notruf-Zentrale.  

20.12.2006

Unterschriften-Aktion für tierversuchsfreie Forschung in der EU

Der Bundesverband "Menschen für Tierrechte" hat am 11. Dezember 2006 zusammen mit Tierrechtsorganisationen aus 10 europäischen Ländern eine groß angelegte Unterschriftenaktion im Internet gestartet. Das Ziel der Aktion: Forschung ohne Tierversuche. Anlass für die Unterschriftenaktion - zu deren Beteiligung TASSO alle Tierfreunde nur eindringlich aufrufen kann - ist die angestrebte Novellierung der derzeitigen Tierversuchsrichtlinie 86/609. Die Aufgabe der EU ist es, diese zwanzig Jahre alte, unzeitgemäße Richtlinie grundlegend zu überarbeiten. „Die Novellierung der Tierversuchs-EU-Richtlinie bietet der EU jetzt die Chance, den Ersatz von Tierversuchen deutlich voranzubringen,“ erläutert Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes. „Diese Gelegenheit muss jetzt unbedingt genutzt werden, einen generellen Kurswechsel einzuleiten: weg vom Tierversuch, hin zu innovativer Forschung ohne Tierversuche.“ Tierversuchsfreie Methoden wie Zellkulturen oder Computermodelle sind nicht nur ethisch ganz und gar unbedenklich, sondern neben der hohen Zuverlässigkeit der Resultate oft auch noch kostengünstiger und schneller. "Was sollte uns also noch davon abhalten, unsere Stimme abzugeben - für Forschung, aber gegen Tierversuche! Jede Stimme zählt. Auch ich habe meine Stimme schon abgegeben. Klick auf den Link genügt.", so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale.

http://www.endeuanimaltests.org/languages/german/index.php 

15.12.2006

Steigende Anzahl von Tierversuche in Sachsen-Anhalt

Einem Bericht des Agrar-Ministeriums zufolge werden in Sachsen-Anhalts Laboren immer mehr Tierversuche durchgeführt. So stieg die Zahl der betroffenen Tiere innerhalb von nur 5 Jahren von 60.000 auf 72.000. Das entspricht einem Anstieg von 20%! Seit dem Jahr 2000 wurde in Sachsen-Anhalt außerdem kein einziger Tierversuch abgelehnt. Der Dessauer Tierarzt Ballinger kritisierte das Genehmigungs-Verfahren für Tierversuche. Die zuständige Kommission bestehe aus sechs Leuten, von denen vier selbst Tierversuche durchführten und daher nicht neutral seien. Zudem sei die Kommission mit der Fülle der Anträge schlichtweg überfordert.   

07.12.2006

Alzheimer jetzt auch bei Katzen nachgewiesen

Nicht nur Menschen können an Alzheimer erkranken. Ein amerikanisch-britisches Forscher-Team fand jetzt heraus, dass diese Krankheit mit zunehmendem Alter auch bei Katzen auftreten kann. Der Grund ist eine Anlagerung von Eiweißen in den Nervenzellen, die die Signalübertragung im Gehirn beeinträchtigt. Trotz der relativ geringen Anzahl der untersuchten Tiere bestätigt diese Studie vorangegangene Untersuchungen. Das Forscher-Team um Danièlle Gunn-Moore hofft, durch seine Arbeit neue Behandlungsmethoden gegen die Alzheimer-Krankheit sowohl für Mensch als auch Tier zu finden. Zur Vorbeugung gegen die bis heute unheilbare Krankheit gelte für Mensch und Tier das gleiche: Eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung.

04.12.2006

Groteske Tierliebe: Labrador Rusty wog mehr als 70 Kilo

In England, wo der Tierschutz noch viel weiter geht als in Deutschland, müssen sich jetzt zwei Brüder wegen Tierquälerei vor Gericht  verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, ihren Hund so überfüttert zu haben, dass sich der Labrador zum Schluss keine 5 Schritte mehr bewegen konnte. Nach Angaben von Fachleuten litt der neun Jahre alte Hund als Folge des Übergewichts unter Arthritis, Gelenkschmerzen und Atemschwierigkeiten. Die Brüder wiesen jede Schuld von sich. Rusty sei schon als Welpe dick gewesen. Seit Jahren wurden die beiden Männer von Tierärzten immer wieder dringend aufgefordert, ihren Hund auf Diät zu setzen. Ohne Erfolg. Ein Mitarbeiter der Tierschutzorganisation RSPCA brachte den Hund im März schließlich zum Tierarzt. Rusty lebt nun bei einem Pfleger der RSPCA und hat mittlerweile 22 Kilo abgenommen. Ein Urteil dieses Falls, der ein Novum in der britischen Rechtsgeschichte ist, steht noch aus.   

01.12.2006

Höchstes EU-Gericht entscheidet über Transportzeiten von Tieren

Ein weiterer und wichtiger Schritt in die richtige Richtung für alle Tierschützer ist letzte Woche mit einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in Luxemburg getan. Am 23.11.2006 entschied dieses höchste EU-Gericht, dass Verlade- und Entladezeiten zur Dauer der Fahrt von Tiertransporten gehören. "Wir begrüßen diese Entscheidung voll und ganz. Sie ist vollkommen im Sinne des Tierschutzes und entspricht darüber hinaus auch der diesbezüglichen EU-Richtlinie. Endlich ist dem Treiben vieler Tierexporteure ein weiterer Riegel vorgeschoben. Immer wieder wurde in der Vergangenheit versucht, die ohnehin schon langen maximalen Transportzeiten zu umgehen, indem Be- und Entladezeiten unberücksichtigt blieben. Eine für die Tiere unnötige Verlängerung ihres qualvollen Martyriums." äußert sich Philip McCreight - Leiter der TASSO-Zentrale - hierzu. Ab 2007 sollen Tiertransporte mittels satellitengestützter Technik dann auch überwacht werden können. Das generelle Ziel muss aber nach wie vor eine weitere Verkürzung der Transportzeiten bleiben.  

26.11.2006

Bundesverwaltungsgericht in Leipzig genehmigt das Schächten von Tieren

Mit einer am Dienstag gefällten Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungs-gerichtes in Leipzig zum Schächten hat sich ein muslimischer Metzger aus dem Lahn-Dill-Kreis nach jahrelangem Rechtsstreit gegen die Behörden in Hessen durchgesetzt.

Dem türkischen Metzger wurden die von ihm geforderten Ausnahmeregelungen zum betäubungslosen Schlachten seit 1995 immer wieder gerichtlich untersagt. Im Januar 2002 hob das Bundesverfassungsgericht die Urteile des zuständigen Kreises dann auf, weil der muslimische Metzger in seinen Grundrechten verletzt werde. Das Tierschutzgesetz untersagt das Schlachten von Wirbeltieren ohne vorherige Betäubung. Trotzdem können laut demselben Gesetz dennoch Ausnahmen aus religiösen Gründen zugelassen werden. Der Koran verbietet den Verzehr von Blut, weil dies der Sitz der Seele sei. So muss nach dem islamischen Gesetz das Tier ausbluten und darf nicht vorher getötet werden. Eine Betäubung vor dem Schlachten würde dem Tier Verletzungen zufügen, die es also „unrein“ machen würden. Beim Schächten werden die Halsschlagader, sowie die Luft- und Speiseröhre mit einem scharfen Messer mit einem einzigen Schnitt durchtrennt. Wird eine Schächtung fachgerecht ausgeführt dauert es 10 bis 30 Sekunden, bis das Tier ausblutet; bei unsachgemäßen Vorgehen, leidet das Tier bis zu einer halben Stunde. Dieses ist das erste Urteil eines obersten Gerichtshofes gegen die Interessen des Tierschutzes, nachdem Deutschland den Tierschutz ins Grundgesetz aufgenommen und zum Staatsziel erklärt hat.  

23.11.2006

Hilfe für verlorene Tiere - PETMAXX-Online-Suche jetzt auch für Australien möglich

PETMAXX.com, die weltweit bekannteste und größte Suchmaschine für verlorene, gechippte Tiere hat mit dem australischen Zentralregister "Central Animal Records" kurz CAR, erstmals Australien in seine Internet-Plattform aufgenommen. Ab sofort können also auch verlorene Tiere aus Australien über eine Transponder-Abfrage bei PETMAXX.com gefunden werden. CAR ist das erste Haustierzentralregister, das von der australischen Tierärztevereinigung "Australian Veterinary Association Ltd." akkreditiert wurde. "Mit der Aufnahme von "Central Animal Records" als dem 24. Zentralregister und der Entscheidung für Australien hat PETMAXX einmal mehr seine Größe und Bedeutung für alle Tierhalter bewiesen." so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. Das Haustierzentralregister von TASSO e.V. ist als Europas größtes Haustierregister bereits seit Jahren der weltweit genutzten Suchmaschine PETMAXX angeschlossen. Durch PETMAXX konnten in den letzten Jahren hunderte bei TASSO e.V. registrierten Tieren, die im Ausland entlaufen waren, zurück vermittelt werden.

Links zum Thema: www.PETMAXX.com 

20.11.2006

Einigkeit: Bundesrat und EU fordern Importverbot von Hunde- und Katzenfellen

Den meist aus Asien stammenden Importen von Hunde- und Katzenfellen soll nun ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben werden. Sowohl der Bundesrat als auch die EU setzen sich vehement für ein Import- und Handelsverbot von Hunde- und Katzenfellen innerhalb der Europäischen Union ein. So legte die EU-Kommission heute einen entsprechenden Entwurf vor. "Konsumenten sollen sicher sein können, dass sie nicht ungewollt Artikel mit Katzen- oder Hundefell kaufen", begründet der EU-Kommissar Kyprianou das längst überfällige Vorgehen. Um das Verbot durchsetzen zu können, seien entsprechende DNA-Tests geplant. Allein für den deutschen Markt werden in Asien jährlich etwa eine halbe Million Hunde und Katzen nur wegen ihres Fells gezüchtet und dann oft qualvoll getötet. Dabei merken die Verbraucher oft gar nicht, dass sie mit den Plüschtieren, dem Spielzeug oder der Kleidung Hunde- und Katzenfell kaufen, weil eine entsprechende Deklaration auf den Produkten nicht vorgeschrieben ist.

"Letztendlich entscheiden wir alle mit, ob und wie lange das grausame Vorgehen vor allem Chinas noch Früchte tragen wird. Denn nur wenn die Nachfrage bei uns Verbrauchern gestoppt wird, wird es auch kein Angebot mehr geben.", appelliert Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale.  

17.11.2006

Hundehalter boykottieren Hamburger Hunderegister

Erst 6.953 der 38.669 in Hamburg steuerlich erfassten Hunde sind zum 23. Oktober bei dem neuen Hamburger Hunderegister erfasst worden. Eine Tatsache, die für viele Hamburger Hundehalter ab dem 1. Januar 2007 teuer werden könnte, denn zum 31. Dezember 2006 läuft die Frist zur Registrierung ab. "Es wäre dumm, seinen Hund jetzt nicht zügig beim Bezirksamt oder im Internet zum Hunderegister anzumelden. Denn das ab dem kommenden Jahr fällige Bußgeld wird wohl höher ausfallen als die Anmeldegebühr", äußerte sich Staatsrat Dietrich Wersich (CDU) gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Ab Januar sind dann auch Kontrollen unter den Hundehaltern geplant. Verwunderlich ist der Boykott der Hamburger Bürger allerdings nicht, denn das neue Hundegesetz stößt in Hamburg auf wenig Gegenliebe. Ein genereller Leinenzwang, Implantation eines Microchips (Transponder) und eine kostenpflichtige Registrierung, in einem eigens dafür eingerichteten (auf Hamburg beschränkten) Hunderegister, sind nur einige der damit verbunden Unannehmlichkeiten. 10 EURO kostet die Registrierung im Hunderegister über das Internet und für die Registrierung bei den Ortsämtern, Kundenzentren oder beim Verbraucherschutzamt muss man immerhin 20 EURO auf den Tisch legen. Viele Tierschützer sind besonders auch hierüber verärgert, denn die Registrierung bei nicht-staatlichen Haustierregistern wie z.B. das von TASSO e.V. ist bereits seit über 20 Jahren völlig kostenfrei. „Das Hamburger Hunderegister ist eine durch den Hundehaltern gegen seinen Willen finanzierte Datenbank, welche lediglich eine verwaltungstechnische Bedeutung hat. Der tierschützerische Gedanke, verlorene Tiere im Ernstfall an deren Tierhalter zurück zu vermitteln, spielt hier keine Rolle. Man stelle sich einmal vor, ein Hund aus Hamburg kommt irgendwo in Schleswig-Holstein oder Niedersachsen abhanden. Ein Finder würde wohl kaum auf die Idee kommen, sich beim Ordnungsamt in Hamburg zu melden. Das Tier wäre schlicht und ergreifend nicht rückvermittelbar. Der Grundgedanke durch eine Kennzeichnung mittels Microchip ein Tier vor Verlust zu schützen wird dadurch ad absurdum geführt.“, kritisiert Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. Tierschützer empfehlen daher dringend die zusätzliche kostenlose Registrierung bei Europas größten Haustierregister von TASSO e.V., damit der implantierte Microchip auch im Notfall dem Tier helfen kann.  

14.11.2006

Schweiz macht Jagd auf Katzen

Die Walliser Gemeinde Orsières hat offensichtlich genug von freilaufenden Katzen. Die Gemeinde hatte letzten Montag einen eigens für den Abschuss der Tiere verantwortlichen „Spezialist“ engagiert, der nun 14 Tage Zeit hat, die Katzenpopulation rund um Orsieres zu dezimieren. Orsières begründet die Aktion mit Klagen aus der Bevölkerung. Der Amtstierarzt des Kantons unterstützt das grausame Vorgehen und titulierte den Schießbefehl von Orsières als nicht illegal. Die große Anzahl herrenloser Katzen sei ein hygienisches Problem, da die Tiere Überträger von Krankheiten seien. Wie viele Katzen allerdings frei umherlaufen und der Verordnung zum Opfer fallen könnten, konnte selbst der Gemeindeschreiber von Orsières nicht sagen. Allerdings verteidigte auch er den Abschuss der Katzen, da diese Art des Tötens immer noch besser sei, als „wilde Schlächterei“.

04.11.2006

Tierhalter impfmüde Nur jeder zweite Hund in Deutschland ist ausreichend geschützt

Impfung ist der einzige und zuverlässigste Schutz gegen die Ausbreitung der ernstzunehmenden Infektionskrankheiten Tollwut, Staupe, Leptospirose, Parvovirose und HCC (die ansteckende Leberentzündung) beim Hund sowie Tollwut, Katzenschnupfen und Panleukopenie bei Katzen. Öffentliche Diskussionen über das richtige Impfmanagement haben offensichtlich in den letzten Jahren zu einer großen Verunsicherung unter den Tierhaltern geführt. Mit dem Ergebnis, dass nur jeder zweite Hund in Deutschland ausreichend geimpft ist. Bei Katzen ist die Quote sogar noch erschreckender: Nur drei von zehn Tieren genießen ausreichenden Impfschutz. Eine Tierpopulation benötigt jedoch einen sogenannten Durchimpfungsgrad von mindestens 70%, damit eine Epidemie verhindert werden kann. Um in Zukunft fachlich fundierte Empfehlungen aussprechen zu können, hat der Bundesverband Praktizierender Tierärzte in Frankfurt jetzt eine Ständige Impf-Kommission ins Leben gerufen. Das Gremium aus führenden Immunologen aus ganz Deutschland wird regelmäßig einvernehmliche Maßnahmen zur Durchführung von Schutzimpfungen und zur Prophylaxe anderer übertragbarer Krankheiten bei Hund, Katze, Kaninchen und Frettchen herausgeben. Die Kommission hat sich zudem auf eine neue Impfempfehlung für Kleintierpraxen geeinigt: So sollen zukünftig nicht mehr starre Vorgaben den Impfrhythmus bestimmen, sondern jedes Tier erhält - an seine jeweiligen Lebensumstände angepasst - die Impfungen, die nötig ist. Nicht mehr und nicht weniger. Der Appell deutscher Tierärzte an alle Tierhalter bleibt davon unberührt: Ein regelmäßiger, jährlicher Check bei dem die Impfungen individuell besprochen werden, schützt Tierleben.

22.10.2006

Bundestag für Import-Verbot von Robben-Produkten

Der Bundestag hat sich am 19.10.2006 einstimmig für ein Importverbot von Robbenprodukten ausgesprochen und folgt damit dem Beispiel von Belgien, den Niederlanden und den USA, die bereits seit längerem ein Importverbot für Robben-Produkte verhängt haben. Besonders die brutalen Tötungsmethoden wurden in dem fraktionsübergreifenden Antrag der Parlamentarier angeprangert. Jährlich fallen über 300.000 junge Sattelrobben kanadischen Jägern zum Opfer. Europa ist einer großen der Absatzmärkte für Robbenprodukte. Eine seit 1983 bestehende EU-Richtlinie, welche die Einfuhr von Jungtierfellen untersagt, sei nicht mehr ausreichend, weil diese mit einer besonders skrupellosen, aber dennoch simplen Methode umgangen wird: Die Robben werden einfach kurz nach der festgelegten Altersgrenze getötet. Der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) begrüßte ausdrücklich das Votum des Bundestags. Nun gilt es das Verbot auf dem schnellsten Weg gesetzlich auch in Deutschland umzusetzen. Erstrebenswert ist auch ein Handelsverbot für Robbenprodukte in ganz Europa. Der IFAW forderte die Bundesregierung auf, sich in Europa für ein Handelsverbot stark zu machen. „Deutschland übernimmt im ersten Halbjahr 2007 die EU-Ratspräsidentschaft und könnte seinen Einfluss für ein europaweites Handelsverbot geltend machen. Die kanadische Regierung muss begreifen, dass sie ihre Absatzmärkte in Europa und anderen Teilen der Welt verliert. Damit verliert sie auch ein Hauptargument für die Fortsetzung der Robbenjagd“, erklärt Ralf Sonntag, Leiter des deutschen IFAW-Büros.   

18.10.2006

US-Firma für geklonte Haustiere stellt Betrieb ein

Die Firma Genetic Savings & Clone aus Kalifornien, die mit dem ersten kommerziellen Klon-Haustier, der Katze „Little Nicky“ im Dezember 2004 für Furore in der Fachwelt und Protesten bei Tierschützern sorgte, stellt ihren Betrieb ein. Offizieller Grund sei, dass die Firma "bis jetzt keine Technologie entwickeln konnte, die das Klonen von Haustieren wirtschaftlich rentabel machen würde", zitierte die Zeitung "San Francisco Chronicle" aus einer brieflichen Mitteilung der Firma an deren Kunden. Eine texanische Katzenliebhaberin zahlte vor zwei Jahren 50.000 Dollar für den Klon ihrer mit 17 Jahren verstorbenen Katze „Nicky“. Wegen mangelnder Nachfrage wurde der Preis später auf 32.000 Dollar gesenkt. Der Fall „Little Nicky“ hatte für Protesten durch Tierschützer gesorgt. Kritisiert wurde besonders, dass in USA jährlich tausende streunende Katzen getötet würden, weil sich kein Zuhause für sie finden ließe, aber auf der anderen Seite Unsummen in das Klonen einer einzigen Katze gesteckt würden. Außerdem funktioniert das Klonen einer Katze noch nicht beim ersten Versuch. Für jede Klon-Katze muss eine Vielzahl von Kätzchen ihr Leben lassen. Tierschützer begrüßen daher, dass die Firma den Betrieb einstellt. 

15.07.2006

TASSO bringt Boxerhündin Bara auf Hundemesse zurück

Auf der Hunde-Europasieger-Zuchtschau 2006 in Dortmund konnte TASSO, dessen Team erstmals mit einem Stand vertreten war, einmal mehr unter Beweis stellen, wie wichtig es für Hund und Halter ist, bei Europas erstem und größtem Haustierzentralregister registriert zu sein. Was war passiert? Die Boxerhündin Bara hatte sich aus ihrer Hundebox befreit und lief auf der Suche nach Ihrem Herrchen orientierungslos durch die Messehallen. Ein Ausstellungs-besucher bemerkte Bara`s Unruhe, besorgte sich eine Leine und ging mit der Hündin zum Tierarzt vor Ort. Dieser stellte mit seinem Chip-Lesegerät sofort fest, dass Bara gechipt war. Die ermittelte Transpondernummer wurde am TASSO-Stand direkt in den Computer eingegeben. Bara´s Halter war festgestellt. Allerdings konnte der Besitzer nicht per Handy erreicht werden, da er, wie sich später herausstellte, ein neues Handy mit einer neuen Nummer besaß, und diese aktuellen Daten noch nicht an TASSO weiter-gegeben hatte. Kein Problem für TASSO! Man bediente sich der Lautsprecheranlage der Messegesellschaft und konnte Baras Herrchen schließlich per Ausruf ausfindig machen. Dieser lief gerade mit seinem 14 Monate alten Boxer Yukon im Ring zur Prämierung in seiner Klasse, als ihn der Ausruf erreichte. Er übergab Leine und Hund an einen in der Nähe stehenden Bekannten mit der Bitte, den Lauf für ihn zu beenden und machte sich eiligst auf den Weg zum TASSO-Stand. Völlig überraschend für ihn wurde er dort von seiner 18 Monate alte Boxerhündin Bara empfangen. Ein Glück für Bara, dass sie bei TASSO registriert ist. Die Registrierung bei TASSO kann man als Hundehalter schriftlich (Anträge beim Tierarzt oder direkt bei TASSO) oder auch online vornehmen. Sie wird von über 95% aller Tierärzte empfohlen und ist absolut kostenfrei!

·         Rückvermittlung von über 30.000 Tieren jährlich

·         Bereits über 3 Millionen Tierhalter vertrauen TASSO

·         24-Stunden-Notruf an 365 Tagen im Jahr

·         Europas größtes Haustierzentralregister  

26.06.2006

TASSO – noch findiger mit Buddy CS8, dem ersten Ortungssystem für Hunde

Streunende und jagende Hunde, Ausreißer und Liebeskranke: sie alle haben eines gemeinsam: sie weiten ihr Revier eigenmächtig oft länger aus, als es Herrchen oder Frauchen lieb ist. Lange Suchaktionen sind vorprogrammiert! Erste Hilfe verspricht jetzt Buddy CS8! Dieses neue Gerät nutzt das weltweit bekannte Satellitennavigationssystem GPS speziell zur Auffindung entlaufener Hunde.Der Hund trägt an seinem Halsband einen kleinen, nur 140g leichten Minisender. Durch die permanent ausgesendeten Signale kann TASSO in der Notrufzentrale im Fall des Verlustes die Position des Hundes sofort ermitteln und den Halter per Handy schnell zum Tier führen. Buddy CS8, ein Produkt der Firma Corscience aus Erlangen, ist die konsequente Weiterentwicklung von High-Tech Produkten mit medizinisch-technischem Hintergrund. „Wir freuen uns, Corscience bei der Produkteinführung von Buddy CS8 mit unserem Rückvermittlungs-Service unterstützen zu können. Dieses moderne Produkt ist eine sinnvolle Ergänzung zur bereits bestehenden Registrierung“, so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. Modernste Technik im Einsatz für die Vierbeiner! Ab August 2006 erhältlich. Detaillierte Informationen zu Buddy CS8 unter www.corscience.de/tierortung  oder unter 01805-006882 (Montag bis Freitag von 9:00 bis 18:00 Uhr)  

27.05.2006

Vergifteter Hund: 6000 EUR Strafe für Täter

Das Amtsgericht Dillingen hat einen Strafbefehl über 6000 Euro gegen einen 68-jährigen Tierquäler verhängt. Im Dezember 2005 hatte der Mann, laut Staatsanwaltschaft, dem kleinen Hund seiner Nachbarin einen mit dem Stoff Phenprocoumon (unter anderem Bestandteil in Tabletten zur Blutgerinnung) vergifteten Köder gefüttert. Der Spitz fraß den Köder und verendete zwei Tage später qualvoll an inneren Blutungen. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hatte einen Strafbefehl wegen Tierquälerei und Sachbeschädigung beantragt. Von einer strafbaren Tiertötung sei auszugehen, wenn ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund getötet wird. Mit der Geldstrafe war der Angeklagte noch glimpflich davon gekommen. Das Tierschutzgesetz sieht Geldstrafen oder bis zu drei Jahren Haft für besonders schlimme Fälle von Tierquälerei vor. 

15.05.2006

Internationale Hilfe für verlorene Tiere

Das Internet macht’s möglich: Fundtiere aus den USA, Israel, Großbritannien, Rumänien, der Tschechei, Frankreich, Dänemark, Österreich, Schweiz und  Spanien. Alle diese Tiere konnten durch die vorsorgliche Registrierung bei TASSO e.V. in den letzten Monaten mit deren glücklichen Besitzern wieder vereint werden. Das Geheimnis des Erfolgs ist von einem Geheimtipp unter Tierschützern, längst zu einer festen Institution im weltweiten Tierschutz avanciert: Die Meta-Suchmaschine www.PETMAXX.com macht weltweit die gleichzeitige Abfrage in bereits über 22 Haustierregister direkt und online möglich. TASSO e.V. ist bereits seit über 2 Jahren dabei und stellt als Europas größtes Haustierzentralregister mit zirka 3 Millionen Haustieren den größten Datenpool für PETMAXX zur Verfügung. Mit einem Mausklick hat der Finder eines Tieres Zugriff auf über 12 Millionen Tierdaten. Daher ist für monatlich über 50.000 Vierbeiner, wenn es um eine wirkliche internationale Registrierung geht, TASSO e.V. schon seit längerem die erste Wahl. Und das aus gutem Grund: Durch den Anschluss an PETMAXX sind die bei TASSO e.V. registrierten Tiere nicht nur europaweit, sondern weltweit abfragbar. Zusätzlicher Vorteil für Tier und Tierhalter: TASSO e.V. muss noch nicht einmal in dem Land, in dem das Tier verloren wurde, bekannt sein. Durch den hohen Bekanntheitsgrad von PETMAXX auf internationaler Ebene, hat der gesuchte und gefundene Vierbeiner die größten Chancen über PETMAXX abgefragt zu werden. Die Weiterleitung der Fundmeldung an TASSO e.V. ist dann nur noch eine Frage von Sekunden. Neuester Zugang des stetig wachsenden Haustierregisterverbunds PETMAXX, ist nach den USA, Singapur und der Schweiz nun als jüngstes Mitglied die Türkei. Das System das im Hintergrund von PETMAXX arbeitet, ist ebenso einfach, wie genial: PETMAXX führt keine eigene Datenbank, sondern greift direkt auf die Online-Abfragen der angeschlossen  Haustierregister zu. Dadurch ist gewährleistet, dass die abgefragten Daten immer topaktuell sind. „Für TASSO wäre es undenkbar an einer anderen internationalen Suchmaschine, als PETMAXX angeschlossen zu sein, da das Prinzip der Meta-Suchmaschine im Gegensatz zu herkömmlichen Suchmaschinen immer wirklich aktuelle Ergebnisse liefert!“, erklärt Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. Bereits vor PETMAXX gab es Versuche eine Europäische Datenbank für Transponder-Abfragen aufzubauen. Diese heute noch existierende Datenbank basiert auf der periodischen Übermittlung der Daten ihrer angeschlossenen nationalen Register. Selbst bei einer wöchentlichen Übermittlung der Transponder-Daten, würde die Aktualität der Datenbank im Falle einer angeschlossenen Datenbank der Größe von TASSO e.V. der Realität immer um zirka 12.500 Datensätze hinterherhinken. „Sollte eines dieser 12.500 Tiere nun über dieses veralterte System abgefragt werden, so hätten Tier und Tierhalter ein ernsthaftes Problem. Daher sind wir der Meinung, dass Meta-Suchmaschinen wie PETMAXX die Zukunft gehört.“, erläutert hierzu Philip McCreight.

Weiterführende Links zum Thema:

www.petmaxx.com

www.tiernotruf.org 

29.04.2006

Jugendliche Tierquäler erhalten Haftstrafen

Das Amtsgericht Lüdinghausen hat sieben angeklagte Jugendliche aus Senden wegen Tierquälerei zu teilweise mehrjährigen Jugendhaftstrafen verurteilt. Zwischen Sommer 2003 und Sommer 2004 hatten die Angeklagten Schafe, Gänse und Enten von einem Bauernhof in Senden gestohlen und die Tiere auf grausame Weise hingerichtet. Den Angeklagten wurde zur Last gelegt, einige der Tiere mit Benzin übergossen und angezündet zu haben. Andere Tiere seien hinter PKWs zu Tode geschleift worden. Einige der Angeklagten hatten die Taten gestanden. Das Strafmaß für die damals 16 bis 18-Jährigen fiel unterschiedlich aus: Während manche der Angeklagten lediglich zu Wochenendarresten verurteilt wurden, verhängte das Gericht auch bis zu zweijährige Freiheitsstrafen ohne Bewährung.  

17.04.2006

Schmuggel von 135 exotischen Vögeln verhindert

Mit 95 exotischen Vögeln im Gepäck wurde ein 55 Jahre alter Deutscher bei dem Versuch ertappt, die Tiere am Samstag den 15. April 2006 aus Mexiko herauszuschmuggeln. Der Mann wurde noch am Flughafen von Mexiko Stadt verhaftet. Die Behörden teilten mit, dass  in dem Gepäck des Reisenden mehr als 95 lebende Vögel versteckt waren. In dem Abfertigungsterminal wurde später noch ein Koffer mit weiteren 40 Vögeln gefunden, die teilweise in einem schlechten Gesundheitszustand waren. Ob zwischen beiden Funden ein Zusammenhang besteht, ist zur Zeit noch unklar. Eine Ausfuhrgenehmigung für die Tiere lag nicht vor. Die Staatsanwaltschaft hat bereits die Ermittlung gegen den Mann aufgenommen.

08.04.2006

Bundesrat weicht Käfigverbot für Legehennen auf

"Es geht weiter mit der Käfighaltung", kritisierte Corinna Cwielag vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) die Entscheidung des Bundesrates für die so genannte Kleinvoliere in der Legehennenhaltung. Die Kleinvoliere sei nicht artgerecht. Verbraucher müssten wissen, dass sie "weiter Eier aus quälender Tierhaltung" verkauft bekämen. Das eigentlich ab dem 31.12.2006 gesetzlich festgelegte Verbot der Käfighaltung von Legehennen, war seit jeher Zielscheibe der Lobbyisten der Massentierhaltung, die durch die Bundesrats-Entscheidung nun einen Teilsieg errungen haben. Rechtsgültig wird die neue Verordnung allerdings erst, wenn Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer sie unterschrieben hat. Für Tierschützer geht nun der Kampf um eine artgerechte und dadurch tierschutzkonforme Haltung der Legehennen in die nächste Runde. Mit Kopfschütteln wurden Äußerungen von Harald Ringstorff  Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen. "Das ist eine deutliche Verbesserung", verteidigte Ringstorff die Entscheidung des Bundesrates "Die Kleingruppenhaltung entspricht den Vorgaben des Tierschutzes, der Tiergesundheit sowie des Verbraucherschutzes". In den Augen der Tierschützer sieht die Realität aber ganz anders aus: Gerade mal 150 Quadratzentimeter Lauffläche mehr stehen den Legehennen als zusätzlichen Lebensraum zur Verfügung. Das entspricht einem erhöhten Platzangebot in der Größe eines Urlaubsfotos. Die Gesamtfläche pro Huhn beträgt damit zirka 900 Quadratzentimeter, also exakt das 1,44-fache eines A4-Blattes.  

06.04.2006

Proteste gegen das neue Hundegesetz in Hamburg

Die Absurdität des weitgreifenden Leinenzwangs zeigte sich besonders an dem Verhalten vieler Hundefreunde, die für längere Spaziergänge einfach die Landesgrenze des Stadt-Staates Hamburg in das „liberale“ Schleswig-Holstein überqueren, wo sich ihr Vierbeiner unangeleint austoben kann. Mit dem neuen Gesetz kommen auf den Hundehalter auch einiges an Kosten zu: Rund 30 Euro muss der Tierhalter für den Transponder (Mikrochip) bezahlen, der dem Tier implantiert wird und seit dem 1. April 2006 Pflicht ist. Die Registrierung bei dem Hamburger Hunderegister kostet noch mal 20 Euro (10 Euro bei einer Online-Anmeldung).

Ins Schwitzen dürften auch die Mitarbeiter der zirka 150 Tierarztpraxen in Hamburg kommen. Sie müssen bis Jahresende alle 24.000 noch nicht gechipten Hunde mit einem Transponder versehen. Zirka 20.000 Hunde in Hamburg besitzen schon einen Transponder und wurden bereits seit längerem kostenlos bei Europas größten Haustierzentralregister TASSO e.V. eingetragen. Diese Tierhalter müssen aber ihren Hund nun noch zusätzlich im Hamburger Hunderegister kostenpflichtig eintragen lassen. Empört sind viele Tierhalter auch über die hohen Registrierungsgebühren: „Wir bekommen täglich Anfragen von Hundehaltern, die verärgert nachfragen, warum man für die Registrierung beim Hamburger Hunderegister staatlich verordnete 20 Euro pro Hund berappen muss, wenn das Haustierzentralregister von TASSO e.V. diesen Service seit über 20 Jahren völlig kostenfrei anbietet.“, schildert Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, die Erfahrung seiner Mitarbeiter der letzten Wochen. „Die größte Gefahr sehen wir eigentlich in dem Missverständnis vieler Hundehalter, dass durch die Pflichtregistrierung der Hundedaten im Hamburger Hunderegister, der Vierbeiner im Notfall auch an den Tierhalter rückvermittelt werden kann und daher ihre Hunde nicht mehr zentral bei TASSO e.V. registrieren lassen.“, äußerte sich Philip McCreight besorgt. „Dies ist aber ein fataler Trugschluss, der böse enden kann. Sollte nämlich beispielsweise ein Hund in Schleswig Holstein oder in noch weiter entfernten Bundesländern entlaufen, wird ein Finder niemals auf die Idee kommen, dass er bei den Hamburger Ordnungsbehörden den Tierhalter erfragen sollte.“ Wer seinen Hund aber vor Verlust schützen möchte, sollte dringend eine zusätzliche kostenlose Registrierung bei TASSO e.V. vornehmen lassen. Nur so kann dem Tier im Notfall auch bundes- und europaweit geholfen werden. Interessierte Tierhalter können ihre Hunde kostenlos über die Homepage von TASSO e.V. registrieren: www.tiernotruf.org 

04.04.2006

Höhn kündigt Widerstand gegen Angriff auf das Käfigverbot an

Bärbel Höhn, Vorsitzende des Verbraucherausschusses des Bundestages, hat verstärkten Widerstand gegen die von einigen Bundesländern angestrebte Beibehaltung der Käfighaltung von Legehennen angekündigt. Der 7. April 2006 könnte ein schicksalhafter Tag für Millionen Legehennen werden. Denn an diesem Tag will der Bundesrat über einen Antrag mehrerer Länder entscheiden, mit dem die Käfighaltung faktisch bis Ende 2008 verlängert werden soll. Gemäß geltendem Recht sollen Käfige mit einer Fläche von 750 Quadratzentimetern (gerade 20 % mehr als ein A4-Blatt) zum Ende dieses Jahres, großen Volieren mit Bodenhaltung oder der Freilandhaltung weichen. Der Bundesrat indes, gesteht den Legehennen in dem aktuellen Verordnungsentwurf eine nur unwesentlich größere Fläche als derzeit zu. Dass Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer von seinem Vetorecht gegen den Bundesrat Gebrauch machen werde, zweifelt Höhn an: „Wahrscheinlich wird er eher als Bundeslandwirtschaftsminister der alten Couleur agieren und nichts dagegen unternehmen.“, äußerte sie sich in einem Interview. Die Argumentation, dass bei einem Verbot der Käfighaltung die deutsche Geflügelindustrie abwandern werde, kritisierte Höhn als „rein wirtschaftlich“. Die ehemalige nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Höhn erinnerte an das Urteil des Bundesverfassungsgerichts gegen die Batteriekäfighaltung. Die Grundbedürfnisse der Tiere, wie beispielsweise Scharren, Picken oder ungestörte Eiablage dürfe nicht mit der Wirtschaftlichkeit gegen gerechnet werden. Diese Art der Argumentation würde laut Höhn dazu führen, dass man keinerlei Tierschutz und keinerlei Umweltschutz mehr hat.

25.03.2006

Öffentliche Petition gegen den Abschuss von Haustieren

Knapp 4.600 Tierfreunde haben sich bereits in der öffentlichen Petition des Deutschen Bundestages gegen den Abschuss von Haustieren eingetragen und damit ihren Unmut über die Praxis der Haustierabschüsse durch Jäger zum Ausdruck gebracht.

Nach Schätzungen großer Tierschutzorganisationen werden bis zu 400.000 Katzen und Hunde jedes Jahr in Deutschland Opfer von Jägern. Gedeckt wird diese grausame Praxis von bestehenden Jagdgesetzen bzw. Verordnungen der einzelnen Bundesländer. Die geschätzte Abschusszahl basiert auf Informationen der wenigen Bundesländern, die eine Statistik über Abschüsse führen. Diese Angaben können anhand der regional unterschiedlichen Hunde- und Katzenpopulation, sowie der Verbreitung der Jagd in diesen Regionen problemlos hochgerechnet werden. Bei den offiziellen Statistiken werden freilich nur die Abschüsse von Haustieren durch „ehrliche“ Jäger erfasst. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Laut offiziellen Angaben des Landesamtes für Ernährungswirtschaft und Jagd NRW, liegen die Abschusszahlen für Hunde bei 169 Tieren und bei Katzen bei 16.498 im Jagdjahr 2003/04. Die Petition läuft noch bis zum 30. April 2006. Wer sich hieran beteiligen möchte kann sich unter folgendem Link eintragen lassen:

http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=89

25.03.2006

Kennzeichnungspflicht für Hunde in Hamburg

Ab dem 1.04.2006 tritt das vom Parlament verabschiedete Hamburgische Hundegesetz in Kraft. Es regelt das Halten und Führen von Hunden in Hamburg. Wichtigste Konsequenz für alle Hundehalter ist die Pflicht zur Chippung ihres Vierbeiners. Generell gilt: Jeder Hund ab dem vollendeten 6. Lebensmonat muss bis spätestens 31.12.2006 mittels Mikrochip gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung nimmt der Tierarzt vor. Wer jetzt schon einen Hund hat, kann sich mit der Anmeldung bei seinem zuständigen Bezirksamt bis zum 31.12.2006 Zeit lassen; wer sich allerdings nach dem 1.04.2006 einen Hund anschafft, muss die Anmeldung unverzüglich vornehmen. Bei den Bezirksämtern werden die Chipnummer und die Halterdaten erfasst. Allerdings bringt dies noch keinen entlaufenen Hund zurück, da die Rückvermittlung von Hunden, vor allem über die Stadtgrenzen Hamburgs hinaus, nicht zu den vorrangigen Aufgaben der Bezirksämter gehört. Die zusätzliche, kostenlose Registrierung bei TASSO e.V. wird daher dringend empfohlen. Entsprechende Anträge sind beim Tierarzt erhältlich. Noch schneller und einfacher ist die Online-Registrierung unter www.tiernotruf.org 

22.03.2006

Neue Testverfahren sollen in der EU Tierversuche ersetzen

Durch sechs neue Testverfahren für Chemikalien und Arzneimittel sollen in der EU die Zahl der Tierversuche reduziert werden. Die zuständigen Experten genehmigten die entsprechenden Verfahren, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.  Beispielsweise können Unternehmen künftig im Labor gezüchtete menschliche Zellkulturen verwenden, um bestimmte Versuchsreihen durchzuführen, anstatt wie bisher die Stoffe oder Medikamente im grausamen Tierversuch zu testen.   

17.03.2006

Robbenjagd in Kanada beginnt

In Kanada dürfen, allen Protest von Tierschützern und Prominenten zum Trotz, in der Saison 2006 noch mehr Robben getötet werden als ein Jahr zuvor. Die kanadische Regierung gab am Mittwoch quasi den „Startschuss“ für die diesjährige Robbenjagd. Ungeachtet weltweiter Proteste wurde die Jagdquote auf die Jungtiere um 5.000 auf 325.000 Tiere erhöht. Fischereiminister Loyola Hearn betonte, dass die Seehundpopulation gesund sei und auf sechs Millionen Tiere gestiegen sei.Kritiker (unter anderem Ex-Beatle Paul McCartney) verurteilten die Robbenjagd aufs Schärfste. Der International Fund for Animal Welfare (IFAW) hatte in der Vergangenheit Szenen dokumentiert, bei denen die Tiere grausam erschlagen wurden und elendig ersticken mussten. Manche Robben seien bei lebendigem Leibe gehäutet worden, erklärte die Gesellschaft. Minister Hearn stellte dies als von den Medien aufgebauschte Einzelfälle dar. 

04.03.2006

Verschärfte Maßnahmen gegen Vogelgrippe beginnen

Ab diesem Wochenende treten in den von der Vogelgrippe betroffenen Gebieten in fünf Bundesländern die verschärften Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Tierseuche in Kraft. Per Bundesverordnung gilt von heute an, ein Freilaufverbot für Hunde und Katze im Umkreis von zehn Kilometern um Vogelgrippe-Fundorte. Im Umkreis von drei Kilometern haben Fremde Stallverbot in Geflügelhaltungsbetrieben. Die Verordnung gilt bisher für Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Brandenburg und Bayern.

01.03.2006

Erstmals Vogelgrippe bei Katze in Europa festgestellt

Das Vogelgrippevirus H5N1 ist erstmals in Deutschland bei einem Säugetier festgestellt worden. Der gefährliche Erreger wurde bei einer toten Katze entdeckt, die unweit der Wittower Fähre auf Rügen gefunden wurde, berichtet das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit. Ob es sich um die Virus-Variante handele, die in Asien und der Türkei zu Erkrankungen auch von Menschen geführt habe, steht zur Zeit noch nicht fest. Die Untersuchungen hierzu sind am laufen. Am Fundort der Katzen waren auch die meisten der über 100 infizierten Wildvögel auf Rügen gefunden worden. Dass Katzen sich mit dem Vogelgrippe-Virus infizieren können, wenn sie infizierte Vögel fressen, wurde bereits aus den asiatischen Vogelgrippe-Regionen berichtet. Dies bestätigte auch Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts. In den vergangenen Jahren starben in Asien mehrere Großkatzen wie Tiger und Jaguare in Zoos, die mit infiziertem Geflügel gefüttert worden waren. Eine Infektion von Hunden ist allerdings bisher noch nicht bekannt. Auch eine Infizierung von Menschen durch erkrankte Säugetiere wurde bisher noch nicht nachgewiesen. Hunde und andere Säugetiere scheinen weniger empfänglich für die Vogelgrippe zu sein. Obwohl die Hundehaltung im von der Vogelgrippe stark betroffenen Asien weit verbreitet ist, wurden bisher keine H5N1-Infektionen entdeckt. „Über die Gründe kann man nur spekulieren“, äußerte sich hierzu der Marburger Infektionsbiologe Hans-Dieter Klenk. „Aber bisher wurden nur Hauskatzen, Raubkatzen und Frettchen infiziert.“ Das Bundesland Bayern verschärfte seine Vorsorgemaßnahmen nach Entdeckung der ersten Vogelgrippe-Infektion bei der Rügener Katze. In Sperrbezirken müssen Katzen ab sofort im Haus bleiben. Hunde müssen in diesen Gebieten angeleint werden, erklärte Bayerns Verbraucherschutzminister Werner Schnapp am 28. Februar 2006 in München. Diese seuchenrechtliche Vorsorgemaßnahme gelten in den Schutzzonen von Bayerns und Baden-Württembergs. Auch der Landwirtschaftsminister von Meckenlenburg-Vorpommern, Till Backhaus, hat Katzenbesitzer dringend gebeten, ihre Tiere nicht streunen zu lassen. Die Tiere sollten beaufsichtigt und notfalls sogar weggesperrt werden, äußerte sich Backhaus in Schwerin. Hunde sollten an die Leine geführt werden. Das gelte vor allem für die Vogelgrippe-Schutzzonen auf Rügen und den angrenzenden betroffenen Landkreisen. Auf die Tiere zu achten sei praktizierter Tierschutz. Streunende Hunde und Katzen dürfen laut Backhaus in den Schutzzonen um die Vogelgrippe-Fundorte auch eingefangen oder getötet werden. „Zwischen dem Dürfen und Müssen könnte sich das vielleicht verändern“, kommentierte hierzu Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff.    

09.02.2006

Ablenkung durch mitgeführte Tiere: Kaskoversicherung zahlt nicht

Wenn ein im Auto mitgeführtes ungesichertes Tier der Verursacher eines Unfalls ist, kann die Kaskoversicherung die Regulierung des Schadens verweigern. Auf diesen Umstand hat der Versicherer Volksfürsorge hingewiesen. Autofahrer, die beispielsweise einen Hund in ihrem Fahrzeug befördern, müssten jederzeit auf ein unvorhergesehenes Verhalten des Tieres gefasst sein und die nötige Sorgfalt zur Sicherung des tierischen Mitfahrers walten lassen. Auf die Haftpflichtversicherung wirkt sich eine Ablenkung durch ein ungesichert mitgenommenes Tier im Übrigen nicht aus. Es gibt verschiedene Gegenmaßnahmen für Tiere, die lieber in der ersten Reihe sitzen: Zum Beispiel können spezielle Schutzdecken verwendet werden, die an den Kopfstützen von Rückbank und Vordersitzen befestigt werden. Sie bieten so eine Art Mulde, in der die Tiere untergebracht werden. Wenn der Vierbeiner besonders lebhaft ist, sollte er mit einem speziell für Tiere konzipierten Sicherheitsgurt abgesichert werden. Transportboxen sind auch eine sichere Alternative.

 

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